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Justiz-PrangerNationalität von Tätern nennen? Nennen wir die Nationalität der Opfer

Die SVP will, dass die Polizei in ihren Mitteilungen die Herkunft von Tätern nennen muss. Damit zielt sie auf die Ausländer. Was sie und die Behörden verschweigen: Ausländer werden überdurchschnittlich oft Opfer von Arbeitsunfällen und Ausbeutung.

Ausländer verunfallen in der Schweiz bei der Ausübung ihres Berufs überdurchschnittlich oft.
Ausländer verunfallen in der Schweiz bei der Ausübung ihres Berufs überdurchschnittlich oft.
Illustration: Kornel Stadler

Am 7. März entscheiden die Stimmberechtigten des bevölkerungsreichsten Kantons Zürich über eine umstrittene Frage: Muss die Polizei, wenn sie über Gewaltverbrechen berichtet, neben Alter und Geschlecht auch die Nationalität von Tätern, Tatverdächtigen und Opfern nennen? Und muss sie sogar einen allfälligen Migrationshintergrund öffentlich machen – sprich: bei eingebürgerten Schweizer Bürgern ihre ehemalige Staatsangehörigkeit nennen? Beides fordert die SVP in einer Initiative.

Diese hat wohl schlechte Chancen, denn fast alle übrigen Parteien lehnen sie ab. Mehr Gefallen findet bei den bürgerlichen Parteien und auch bei den Leitartiklern wichtiger Medien der Gegenvorschlag, der auf die Nennung des Migrationshintergrunds verzichtet, sich aber für die Nennung der Staatsangehörigkeit ausspricht.

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