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Weiterer Rückschlag des ZSCNette Zürcher ermöglichen dem SCB endlich einen Sieg

Beim 2:4 gegen den Tabellenletzten SC Bern enttäuschen die ZSC Lions auf der ganzen Linie. Die Mannschaft findet einfach nicht zu Konstanz.

Und wieder ist Lukas Flüeler geschlagen: Das 4:1 des SC Bern.
Und wieder ist Lukas Flüeler geschlagen: Das 4:1 des SC Bern.
Foto: Alexandra Wey (Keystone)

Neben dem Eis stemmen sich die ZSC Lions und ihr CEO Peter Zahner mit aller Kraft gegen den SC Bern und dessen Reformpläne, auf dem Eis hingegen liessen die Zürcher den Bernern im zweiten Saisonduell freundlich den Vortritt. Mit einem unkonzentrierten und uninspirierten Auftritt ermöglichten sie dem strauchelnden Grossclub den ersten Sieg im fünften Spiel seit dem Wiederbeginn nach der dritten Quarantäne. Und das 4:2 war für die Berner verdient, taten sie doch viel mehr für den Sieg.

Wie die ZSC Lions ihre Gegentore zuliessen, sagt viel aus über ihre Leistung: Beim 1:0 Jeffreys nach gut drei Minuten kam der Kanadier seitlich frei zum Schuss. Beim 2:0 Pestonis (26.), dem 3:1 und dem 4:1 Scherweys (28./40.) wurden die Berner Stürmer allein vor dem ZSC-Tor nicht bedrängt. Der SCB war jüngst trotz heroischer Aufholjagden gegen Biel und Fribourg jeweils noch mit einem 5:6 vom Eis gegangen, gegen die ZSC Lions verteidigten die Berner ihr Tor im Finish mit Vehemenz. Nur Noreau (50.) traf noch, doch viel mehr kam dann nicht mehr von den Zürchern.

Niederlage, Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage, Sieg, Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage. So lautet die Bilanz der Zürcher im neuen Jahr. Nur einmal gelang es ihnen, zwei Erfolge aneinanderzureihen, als sie in Freiburg 5:0 und dann in Zug spektakulär 7:6 in der Overtime gewannen. Sonst folgte auf eine gute (oder effiziente) Leistung stets der Rückschlag. Wenn es für die Lions in diesem Takt weitergeht, werden sie die Qualifikation kaum in den Top 4 abschliessen.

GCK-Ausländer reichen nicht

Als mildernde Umstände muss ihnen zugestanden werden, dass sie aktuell auch unter Verletzungspech leiden: mit Roe, Krüger und Pettersson fehlen den Zürchern gleich drei Ausländer. Und die GCK-Ausländer Rautiainen und Hayes sind nicht wirklich Verstärkungen. Das sieht auch Coach Rikard Grönborg so, der ihnen gegen Bern nur gut neun respektive weniger als fünf Minuten Eiszeit zugestand. Der neue Amerikaner Lasch zeigt zwar immer wieder, dass er ein Topausländer in dieser Liga sein kann. Doch so richtig scheint er noch nicht integriert bei den Lions.

So trostlos der Abend aus ZSC-Sicht war, so erbaulich verlief er für die Berner. Der Amtsantritt des neuen sportlichen Verantwortlichen Raeto Raffainer scheint dem SCB Aufschwung zu geben. Am Dienstag hatte der Engadiner seinen ersten Arbeitstag in der Hauptstadt, am Donnerstag gabs den ersten Sieg. Und die Moral in der Mannschaft ist intakt. So feuerten die Berner ihre Kollegen auf dem Eis während der Boxplays an, bejubelten sie bei jedem geblockten Schussund eben auch am Schluss.

4 Kommentare
    Ronny König

    Gibt es ausser mir auch noch Andere, die aus diesem ZSC nicht schlau werden? Gegen Zug und Davos punkto Kampfgeist (und Resultat) top, und gegen Langnau und Bern wieder ein absoluter Flop! Ich persönlich würde dem ZSC empfehlen, nur noch auswärts anzutreten, und die Heimspiele, die teilweise zu einem absoluten Trauerspiel ausarten, freiwillig Forfait abzugeben, denn dann bleibt dafür mehr Zeit zur Regenerierung!