Zum Hauptinhalt springen

Knall am Spital BülachNeubau wird gestoppt, VR-Präsident geht

Aufgrund der Turbulenzen am Spital Bülach wird das Neubauprojekt auf Eis gelegt. Ausserdem tritt der Verwaltungsratspräsident ab.

Am Spital Bülach tritt der Verwaltungsratspräsident ab.
Am Spital Bülach tritt der Verwaltungsratspräsident ab.
Foto: Balz Murer

Am Spital Bülach steht nach den Turbulenzen in den vergangenen Monaten ein weiterer personeller Wechsel bevor: An einer ausserordentlichen Generalversammlung im ersten Quartal 2021 wird ein neuer Verwaltungsratspräsident gewählt. Der aktuelle Präsident Christian Schär wird sich dann nicht mehr für eine Wahl zur Verfügung stellen. Dies teilten die Aktionärsgemeinden und das Spital Bülach am Dienstag im Nachgang an die Aktionärsversammlung vom 26. November mit.

Eine Findungskommission mit Vertretern der Aktionärsgemeinden, des Verwaltungsrats und weiteren Partner wird nun die Wahlen für den nächsten Frühling vorbereiten. Die ausserordentliche Versammlung findet auf Wunsch der Städte Bülach und Kloten statt.

Marschhalt beim Ersatzneubau

Aufgrund der aktuellen Situation und den Voten der Gemeindevertreter gab der Verwaltungsrat ausserdem bekannt, beim geplanten Neubauprojekt des Spitals Bülach einen Marschhalt einzulegen. «Um ein Projekt dieser Grössenordnung bewältigen zu können, benötigen wir das Vertrauen aller Stakeholder. Bis die ersten Ergebnisse des Veränderungsprozesses vorliegen, werden wir das Ersatzneubauprojekt auf Eis legen», sagte Noch-Verwaltungsratspräsident Christian Schär.

Am und um das Spital Bülach gehen die Wogen hoch, seit der Chefarzt und Ärztliche Direktor Nic Zerkiebel Anfang September freigestellt wurde. Es ging um unterschiedliche Auffassungen über die künftige Ausrichtung des Unterländer Spitals. Ein grosser Teil der Belegschaft opponierte offen gegen die Entlassung. Schliesslich kündigte der umstrittene Spitaldirektor Rolf Gilgen auf Ende November seinen Rücktritt an.

1 Kommentar
    Chris Steffen

    Ein vernünftiger Entscheid.