«Sterbetourismus» und «Suizidhilfe» begraben

Die beiden Vorlagen gegen die Sterbehilfe im Kanton Zürich waren chancenlos. Mit über 84 bzw. 78 Prozent Nein-Stimmen erlitten die EDU- und EVP-Vorlagen Schiffbruch.

Volksinitiative «Nein zum Sterbetourismus»


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Volksinitiative zur Einreichung einer Standesinitiative: «Stopp der Suizidhilfe!

Infos in Kürze:

Die Volksinitiative «Nein zum Sterbetourismus» geht auf die Zeit zurück, in der die Sterbehilfe-Organisation Dignitas Suizidwillige aus dem Ausland in Hotelzimmern und Autos in den Tod begleitete, weil dem Verein kein Sterbezimmer zur Verfügung stand. EDU und EVP wollten Dignitas stoppen. Sie verlangen in ihrer Volksinitiative, dass Sterbehilfe an Personen, die weniger als ein Jahr im Kanton Zürich gewohnt haben, unter Strafe gestellt wird.

«Stopp der Suizidhilfe!» Die Sterbehilfe soll in der Schweiz verboten werden: Das verlangen EDU und EVP. Mit ihrer Volksinitiative wollen sie erreichen, dass der Kanton Zürich eine entsprechende Standesinitiative in Bern einreicht. Diese müsste vom eidgenössischen Parlament behandelt werden. Das Volk sagt voraussichtlich Nein und das Begehren ist vom Tisch. Ansonsten müsste der Bund eine Gesetzesvorlage für ein Sterbehilfe-Verbot ausarbeiten. (ep)

Erstellt: 15.05.2011, 16:03 Uhr

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