BDP setzt auf Langeweile

Die Partei lanciert mit einem gewagten Slogan das Wahljahr. Den Klimademonstranten will sie Lösungen anbieten.

Angeregter Austausch: Alt-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf unterhält sich mit Parteipräsident Martin Landolt.

Angeregter Austausch: Alt-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf unterhält sich mit Parteipräsident Martin Landolt. Bild: Keystone

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«BDP. Langweilig, aber gut»: Unter diesem Motto lanciert die Bürgerlich-Demokratische Partei ihren Wahlkampf für die Eidgenössischen Wahlen 2019. Der Slogan unterstreiche, dass sich die Partei auf die Sache und nicht auf das Polit-Show-Business konzentriere.

Die BDP werde mit der Kampagne die «Visitenkarte einer vernünftigen und fortschrittlichen Sachpolitik hinterlassen», wird Parteipräsident und Nationalrat Martin Landolt (GL) in einer Mitteilung am Samstag nach der Delegiertenversammlung in Burgdorf BE zitiert. Damit werde die BDP im Herbst ihre Sitze im Parlament verteidigen. In den Kernthemen Klimapolitik, Altersvorsorge, Verhältnis zu Europa, Gleichstellung und Waffenexporte beweise die Partei, «dass sie vernünftige und machbare Lösungen präsentiere. Nur so könnten Kompromisse im Interesse der Schweiz erarbeitet werden.

Unterstützung für die Gletscher-Initiative

In Bezug auf den Klimawandel forderte Landolt in seiner Ansprache weiter, den jugendlichen Demonstranten des Klimastreiks mit Respekt zu begegnen und ihnen Lösungen anzubieten. Denn am wirksamsten seien Proteste an der Urne. Und genau hier biete die BDP »eine bürgerliche Alternative mit einer glaubwürdigen Klimapolitik».

Weiter sprachen sich die Delegierten klar für die Unterstützung der Gletscher-Initiative aus. Damit soll der Klimaschutz in der Verfassung verankert und die Treibhausgasemissionen der Schweiz bis 2050 auf Null gesenkt werden. Die Unterschriftensammlung startet allerdings erst, wenn 20'000 Menschen das Projekt unterstützen. (red/sda)

Erstellt: 27.04.2019, 14:54 Uhr

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