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Blatters Ersatzwahl im Dezember?

Die Fifa-Exekutive legt im Juli fest, wann Sepp Blatters Nachfolger gewählt wird.

Heute Donnerstag wollte die Fifa darüber informieren, wie das Bewerbungsverfahren für die WM 2026 im Detail aussehen soll. Der Termin ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei das Unsinn, sagte Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke an einer Pressekonferenz im russischen Samara, wo er mit den Organisatoren der WM 2018 zusammengekommen war.

Dafür steht fest, dass sich das Exekutivkomitee des Weltverbandes nächsten Monat zu einer ausserordentlichen Sitzung trifft. Diese Sitzung ist nötig, um das Datum des ausserordentlichen Kongresses festzulegen, an dem über die Nachfolge von Sepp Blatter als Präsident entschieden wird. Der «Guardian» spekuliert mit dem 16. Dezember als möglichen Termin für diesen Wahltag.

Valckes Verteidigung

Weiter äusserte sich Valcke zu den 10 Millionen Dollar, welche von Südafrika via Fifa auf Konten landeten, die unter der Kontrolle des alten Concacaf-Herrschers und Fifa-Vorstands Jack Warner landeten. Er tat das leidenschaftlich, weil er sich zu Unrecht beschuldigt fühlt, Warner zu Diensten gewesen zu sein. Wenn die Medien entschieden hätten, er müsse nach Blatters Abgang weg, sagte er, «dann okay, aber man darf nicht die 10 Millionen als Grund gebrauchen. Ich habe nichts falsch gemacht.»

Die südafrikanische Regierung hatte in einem Brief an den Weltverband gebeten, dass er das Geld für die Zahlung von ihrem Budget für die WM 2010 nimmt. «Wir wurden darum gebeten. Wir zahlten. Alles war klar geregelt. Darum bin ich verblüfft, dass jetzt alle auf dieses Thema aufspringen», sagt Valcke.

Der Vorgang trug sich 2008 zu. Das Geld ging laut Valcke auf zwei Konten, die der CFU (karibische Fussballunion) und der Concacaf (Konföderation Nord-, Mittelamerika und Karibik) gehörten. «Denken Sie, wir würden Geld auf private Konten Warners senden, nur weil er das wünscht?», fragte Valcke. «Und warum fragte niemand von der CFU oder der Concacaf nach, was mit dem Geld passiert ist? Was soll in diesem Fall der Fehler der Fifa sein, wenn es nicht um Geld der Fifa geht?»

Wer nun den Einfluss von Warner in der Karibik kannte, hat vielleicht auch schon die einfache Antwort: dass Warner auch solche Konten ganz gerne wie eigene behandelte.Thomas Schifferle

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