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Der «Bombenleger» von der Street Parade muss in Untersuchungshaft

Der 31-jährige Deutsche, der einen Rucksack mit Rohrbomben-Attrappen beim Utoquai deponiert hatte, muss in Haft. Das entschied das Zwangsmassnahmengericht.

Grosseinsatz der Polizei am Utoquai, nachdem der Rucksack mit den Bombenattrappen entdeckt worden war. Foto: «20 Minuten»
Grosseinsatz der Polizei am Utoquai, nachdem der Rucksack mit den Bombenattrappen entdeckt worden war. Foto: «20 Minuten»

Der Tatverdächtige, ein 31-jähriger Deutscher, wurde am Dienstagnachmittag vom Staatsanwalt einvernommen. Laut Erich Wenzinger, Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft Zürich, hatte der Mann bereits vorgängig in der polizeilichen Einvernahme ein Geständnis abgelegt. Nun sagte Wenzinger zu 20.min.ch, dass das Zwangsmassnahmengericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Anordnung von Untersuchungshaft stattgegeben habe.

Der Mann aus dem Kanton Aargau wird verdächtigt, am Abend der Street Parade einen orangen Rucksack mit Bombenattrappen beim Utoquai deponiert zu haben. Gegen ihn wird derzeit wegen Schrecken der Bevölkerung ermittelt, so die Staatsanwaltschaft. Der Tatbestand weist einen Strafrahmen von Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafe auf. Eine obligatorische Landesverweisung sei hierfür nicht vorgesehen, eine fakultative sei aber grundsätzlich möglich.

Motiv weiter unbekannt

Zum Motiv gibt es weiterhin keine Informationen. Es gebe keine Hinweise, dass der Täter Verbindungen zu extremen politischen oder religiösen Gruppierungen hatte. Warum er die Tat plante und ausübte, ist nicht bekannt.

Der Verhaftete ist der Zürcher Polizei aktenkundig bekannt. Er ist jedoch nicht einschlägig vorbestraft. Laut 20min.ch war er aber in seiner ehemaligen Heimat Köln 2014 wegen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

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