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FBI hätte Charleston-Attentäter stoppen können

Das FBI gesteht Fehler beim Waffen-Sicherheitscheck von Dylann Roof ein. Wegen einer Vorstrafe hätte er keine Waffe kaufen dürfen, so FBI-Direktor James Comey.

Mutmasslicher Mörder von neun Menschen: Dylann Roof vor dem Polizeiposten in Shelby, North Carolina. (18. Juni 2015)
Mutmasslicher Mörder von neun Menschen: Dylann Roof vor dem Polizeiposten in Shelby, North Carolina. (18. Juni 2015)
Chuck Burton, Keystone

Ein unzureichender Sicherheitscheck der US-Bundespolizei FBI hat dem Attentäter des Kirchen-Massakers in Charleston mit neun Toten den Kauf einer Waffe ermöglicht. Aufgrund einer Vorstrafe hätte der 21-Jährige Dylann Roof nicht an eine Waffe kommen dürfen.

Die vorgeschriebene Überprüfung des FBI durch den Waffenverkäufer hätte zeigen müssen, dass der mutmassliche Täter in diesem Jahr bereits einmal für den Besitz von Betäubungsmitteln verhaftet worden war. Das sagte FBI-Direktor James Comey am Freitag laut Medienberichten in Washington.

«Versäumnis reisst uns das Herz heraus»

«Es ist nicht klar, warum das passierte», sagte Comey über die Lücke in der Datenbank, «aber es machte einen grossen Unterschied». Anscheinend seien Roofs Daten zuvor nicht richtig in das Computersystem eingetragen oder falsch behandelt worden, wie die «Washington Post» berichtete.

Offenbar seien auch bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Fehler gemacht worden. Es «reisst uns allen das Herz heraus», dass ein Versäumnis des FBI mit der Waffe zusammenhänge, mit der neun Afroamerikaner getötet wurde.

Der 21-jährige mutmassliche Täter hat die Tat des 17. Juni gestanden und wurde des neunfachen Mordes angeklagt. Die Ermittler sehen in der Tat ein Hassverbrechen mit rassistischem Hintergrund.

SDA/hae

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