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Der Abstieg des Absteigers

Kloten tut sich auch eine Liga tiefer schwer – zu Hause verliert es zum vierten Mal in Serie, 1:4 gegen Winterthur.

Tristesse bei Thibaut Monnet und Kollegen: Kloten kommt auch in der Swiss League nicht vom Fleck.
Tristesse bei Thibaut Monnet und Kollegen: Kloten kommt auch in der Swiss League nicht vom Fleck.
Keystone

Draussen vergnügten sich Kinder und ihre Väter im Seilpark, andere liefen Schlittschuh auf dem Aussenfeld. Und drinnen, in der Swiss-Arena, rieben sich 4305 Zuschauer verwundert die Augen. Oder jubelten – wie die Winterthurer Anhänger über das 4:1 (0:0, 1:0, 3:1) ihrer Lieblinge. Oder pfiffen – wie die Fans des EHC Kloten. Noch am 21. September hatten die Kloten-Anhänger in Winterthur zum Meisterschaftsstart ihre Lieblinge 3:1 siegen gesehen. Gestern erreichte Kloten den nächsten Tiefpunkt.

Dass sich der EHC Winterthur, zuvor in fünf Spielen in Folge ohne Réussite und Punkt, mit einem 4:1 aus der Swiss-Arena verabschiedete, war verdient. Der Kanadier Anthony Nigro schoss zwei Tore und bereitete das des Amerikaners Sorenson vor; und als Klotens Goalie Starkbaum einem sechsten Feldspieler Platz machte, traf Allevi noch ins leere Tor. Sie hätten diszipliniert und strukturiert gekämpft, freute sich Winterthurs Coach Michel Zeiter. Kloten hätte es ihnen extrem schwer gemacht.

Diese letzte Aussage allerdings konnte und wollte auf Klotens Seite niemand bestätigen. Coach André Rötheli war sauer: «Erneut machten wir dem Gegner Geschenke, diese individuellen Fehler schmerzen extrem.» Er hatte nach dem 0:3 vom Freitag in Weinfelden fast alles umgestellt, Steve Kellenberger zum Beispiel wanderte aus der Verteidigung als Center in den ersten Block. Geändert hat das alles nicht viel – ausser dass Kloten wieder mal ein Tor schoss. MacMurchy traf in Überzahl zum 1:2.

Wieder dem Strich nahe

Bei Meisterschaftsstart hatte Kloten über fehlenden Rhythmus geklagt, holte aber drei Siege. Kaum hat der Rhythmus mit vier Partien in acht Tagen eingesetzt, ist der Absteiger mit vier Niederlagen in der Tabelle von Platz 1 auf Rang 7 abgestiegen, der Strich ist schon wieder bedrohlich nahe, aber eine Liga tiefer als vor einem Jahr. Zwei Törchen gelangen in den letzten drei Spielen. Deshalb war gestern, obwohl die Garderobentüre geschlossen war, das eine oder andere laute Wort zu hören.

«Was wir bringen, ist einfach zu wenig», sagt Routinier Romano Lemm. Dass die Gegner zuletzt kaum noch Strafen nehmen mussten, «ist ein klares Zeichen dafür, dass wir uns in den wichtigen Zweikämpfen nicht durchsetzen. Und zwar vor beiden Toren.» Sie müssten in viel bessere Abschlusspositionen kommen. Im nächsten Heimspiel, am Dienstag gegen Visp, muss eine Steigerung her. Nicht ein bisschen besser, sondern extrem viel besser muss da jeder sein.

Resultate: EVZ Academy - Thurgau 3:2 (3:0, 0:1, 0:1). Kloten - Winterthur 1:4 (0:0, 0:1, 1:3). GCK Lions - Visp 0:1 (0:0, 0:0, 0:1). Biasca Ticino Rockets - Ajoie 1:4 (1:0, 0:2, 0:2).

Rangliste: 1. Ajoie 8/18 (31:16). 2. La Chaux-de-Fonds 7/16 (26:18). 3. Visp 8/16 (26:20). 4. Olten 7/15 (32:17). 5. Langenthal 6/11 (17:16). 6. GCK Lions 8/10 (25:24). 7. Kloten 7/9 (20:24). 8. EVZ Academy 8/9 (23:34). 9. Thurgau 7/7 (19:18). 10. Winterthur 7/6 (17:28). 11. Biasca Ticino Rockets 9/6 (13:34).

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