Motorola bringt das Razr zurück – als Falthandy

Das Razr war einst der Inbegriff eines teuren und flachen Mobiltelefons. Dann kam das Smartphone. Nun wagt Motorola einen neuen Anlauf.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Erinnern Sie sich noch an Motorola? Wenn ja, dann vermutlich an die dünnen und teuren Razr-Handys Anfang der Nullerjahre. Dann kam bekanntlich das Smartphone, und Motorola wurde erst an Google, dann an den chinesischen Laptop-Spezialisten Lenovo verkauft.

Seither hört man hierzulande nicht mehr viel von der einst prominenten Marke. Die Moto-Handys mit modularer Anklips-Rückseite klangen auf dem Papier spannend, haben hierzulande aber nicht viele Kunden für sich begeistern können.

Neustart mit Faltbildschirm

Nun wagt Motorola einen neuen Anlauf und gräbt das Razr-Konzept wieder aus. Heute Nacht hat die Firma das neue Motorola Razr vorgestellt. Ein Falthandy.

Anders als Samsungs oder Huaweis Falthandy ist jenes von Motorola kein Minitablet, das in die Hosentasche passt (Begeisterung und Panik: Das Galaxy Fold im Test). Das Razr ist ein Smartphone, das man noch kleiner machen kann.

Es ist übrigens nicht das erste Android-Razr. Motorola hat den Markennamen bereits Anfang der 10er-Jahre schon einmal ausgegraben. Damals liessen sich die Handys aber nicht falten, und besonders nachhaltig war das Manöver auch nicht.

Gefälliger Retro-Faktor

Nun soll es das Klapp-Razr richten. Es kommt in den USA, wenn es keine Verspätungen (wie bei allen bisherigen Falthandys) gibt, im Januar für 1500 Dollar (Steuern nicht eingerechnet) auf den Markt kommen.

Ersten Testern gefällt nebst dem Retro-Faktor, wie leicht sich das Handy zusammenklappen lässt. Anders als beim Galaxy Fold von Samsung sollen sich die zwei Bildschirmhälften komplett flach zusammenfalten lassen.

Motorola verspricht zudem, dass man mit dem Handy auch im Regen telefonieren könne. Eine spezielle Beschichtung mache es möglich.

Technisches Mittelmass

Ansonsten steckt im Motorola Razr technisches Mittelmass. Beim Prozessor etwa hat sich die Firma für einen Chip der oberen Mittelklasse (Snapdragon 710) entschieden. Der dürfte im Alltag mehr als ausreichen, aber keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen.

Kompromisse muss man auch bei der Kamera machen. Da gibt es eine für Selfies und eine für normale Fotos. Für Doppel- oder Dreifachkameras war offensichtlich kein Platz. Aus Platzgründen verzichtet Motorola auch auf einen SIM-Karten-Einschub. Das Razr kann nur mit einer E-SIM genutzt werden.

Bei der Software setzt Motorola auf das letztjährige Android 9. Wann und zu welchem Preis das Razr in die Schweiz kommt ist, noch nicht bekannt.

Haben Sie Fragen zum neuen Razr – unser Autor beantwortet sie gern auf Twitter und Telegram:

Für Technologie- und Gadget-Aficionados

Interessieren Sie sich für Digitalthemen, haben Sie Fragen zu einem Artikel, oder wollen Sie einfach nur mit Gleichgesinnten diskutieren?

Für all diese Anliegen unterhält der Tamedia-Digital-Experte Rafael Zeier in der Telegram-App einen News-Kanal für die wichtigsten Neuigkeiten und einen Chat-Kanal, um darüber zu diskutieren.

News Telegram Chat Telegram

Erstellt: 14.11.2019, 10:26 Uhr

Artikel zum Thema

Begeisterung und Panik: Das Galaxy Fold im Alltagstest

Samsungs erstes Handy mit Faltbildschirm kommt doch noch in den Handel. Im Frühjahr wurde eine erste Version wegen Mängeln zurückgezogen. Ist die Zeit nun reif fürs Falthandy? Mehr...

Das Debakel ums Falthandy ist so peinlich wie bedauerlich

Analyse Das Galaxy Fold hat enormes Potenzial. Doch der Bildschirm ist mangelhaft – Samsung hat der Technologie damit einen Bärendienst erwiesen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Kommentare

Die Welt in Bildern

Russische Torte: Indische Konditoren legen letzte Hand an eine essbare Kopie der Moskauer Basilius-Kathedrale, die sie für die 45. Kuchenausstellung geschaffen. (12. Dezember 2019)
(Bild: Jagadeesh NV) Mehr...