Pilzkrankheit sorgt für Massensterben bei Fröschen

Wissenschaftler stellen im Magazin «Science» eine besorgniserregende Studie vor.

Weltweit bedroht: Frösche können durch den aggressiven Chytridpilz sterben. (Video: Valentina Winkler)

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Rund 500 Amphibienarten in über 60 Ländern sind laut der Studie von der Pilzkrankheit Chytridiomykose betroffen. Der Chytridpilz greift die Haut von Fröschen und anderen Amphibien an und kann zu ihrem Tod führen. Die Pilzsporen sind sehr resistent und verbreiten sich gerade in Fliessgewässern rasant.

Laut dem Hauptautor der Studie Ben Scheele von der Australian National University in Canberra stammt die Chytridiomykose ursprünglich aus Asien. Die dort beheimateten Frösche sind jedoch immun gegen die Krankheit. Durch den illegalen Tierhandel und die Globalisierung wurde der Pilz aber in die ganze Welt verschleppt. Ausserhalb Asiens sind Frösche nicht durchgehend immun.

Die Bestände der Frösche und der anderen Amphibien haben sich durch die Chytridiomykose in den letzten 50 Jahren stark vermindert. Die stärksten Rückgänge verzeichnen Australien, Mittel- und Südamerika. Weltweit sind gemäss den Studienautoren mehr als 90 Amphibienarten ausgestorben. Wie sich die Krankheit auf die Haut der Frösche auswirkt, zeigt das Video oben.

(vwi)

Erstellt: 12.04.2019, 16:32 Uhr

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