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Pointengewitter über dem Aasee, Leiche im Pool

«Schwanensee» ist ein Münster-«Tatort» mit viel Wasser und noch mehr Witz. Der Krimi geht ein wenig unter, aber die Figuren schwimmen obenauf.

Sie hassen sich, sie lieben sich, und zusammen sind sie unschlagbar: Hauptkommissar Thiel und Rechtsmediziner Prof. Boerne in «Schwanensee».
Sie hassen sich, sie lieben sich, und zusammen sind sie unschlagbar: Hauptkommissar Thiel und Rechtsmediziner Prof. Boerne in «Schwanensee».

Es ist ein Münster-«Tatort» in Potenz. Anders gesagt: Man muss es grundsätzlich gern haben, das Gekabbel zwischen Hauptkommissar Thiel (Axel Prahl) und Rechtsmediziner Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) sowie, natürlich, Börnes zwergwüchsiger, grossartiger Assistentin «Alberich» Haller (Christine Urspruch). Ohne dieses Faible für die mal feineren, oft auch gröberen Flachsereien des Trios wird man nämlich den neuen, den 28. Fall der Münsteraner, nicht goutieren können. Drum hier ein ganz persönliches Votum: Mich hat «Schwanensee» insgesamt bestens unterhalten. Doch wer sich vom «Tatort» eine tiefgründige Analyse gesellschaftlicher Misstände und / oder kriminalistische Hochkultur mit raffinierter Spurenlese und messerscharfen Schlussfolgerungen erhofft, wird bei «Schwanensee» im Ärger ersaufen.

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