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Scharapowa darf wieder antreten

Der Internationale Sportgerichtshof hat die Dopingsperre von Maria Scharapowa verkürzt. Damit kann die Russin ab dem 26. April 2017 wieder Turniere bestreiten.

Aufgabe neben dem Court: Maria Scharapowa schliesst sich einem UBS-Gremium an. (Mai 2017)
Aufgabe neben dem Court: Maria Scharapowa schliesst sich einem UBS-Gremium an. (Mai 2017)
Ettore Ferrari, Keystone
Verschmähte Attraktion: In Stuttgart, Madrid und Rom erhielt Scharapowa eine Wildcard, doch am French Open kann sie nicht antreten. (16. Mai 2017)
Verschmähte Attraktion: In Stuttgart, Madrid und Rom erhielt Scharapowa eine Wildcard, doch am French Open kann sie nicht antreten. (16. Mai 2017)
Keystone
Auf dem Tiefpunkt: Maria Scharapowa verlässt die Pressekonferenz in Los Angeles (7. März 2016).
Auf dem Tiefpunkt: Maria Scharapowa verlässt die Pressekonferenz in Los Angeles (7. März 2016).
Getty Images/Kevork Djansezian
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Maria Scharapowa war nach ihrem positiven Dopingtest vom Weltverband ITF Anfang Juni für zwei Jahre gesperrt worden. Gegen diesen Entscheid legte die Russin Einspruch ein. Mit Erfolg: Der Internationale Sportgerichtshof in Lausanne reduziert die Sperre von Maria Scharapowa von 24 auf 15 Monate. Damit kann die Tennisspielerin ab dem 26. April 2017 wieder Turniere bestreiten.

Die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin hatte Anfang März öffentlich gemacht, dass sie im Januar beim Australian Open in Melbourne positiv auf die verbotene Substanz Meldonium getestet worden war. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hatte das Mittel zum 1. Januar 2016 auf die Dopingliste gesetzt.

Nahm ein Herzmedikament: Maria Scharapowa erklärte an einer Pressekonferenz in Los Angeles ihren positiven Dopingtest von Melbourne. (8. März 2016)
Nahm ein Herzmedikament: Maria Scharapowa erklärte an einer Pressekonferenz in Los Angeles ihren positiven Dopingtest von Melbourne. (8. März 2016)
Kevork Djansezian, AFP
«Ich will meine Karriere nicht so beenden»: Scharapowa hofft auf ein versöhnlicheres Karriereende. (8. März 2016)
«Ich will meine Karriere nicht so beenden»: Scharapowa hofft auf ein versöhnlicheres Karriereende. (8. März 2016)
Keystone
Der grosse Durchbruch in Wimbledon: Maria Scharapowa feiert mit 17 Jahren den ersten von fünf Grand-Slam-Titeln.
Der grosse Durchbruch in Wimbledon: Maria Scharapowa feiert mit 17 Jahren den ersten von fünf Grand-Slam-Titeln.
Keystone
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Die Bilder der Pressekonferenz im März.

Der CAS mit Sitz in Lausanne urteilte, dass Scharapowa gegen die Dopingregeln verstossen habe, aber ohne «signifikantes Verschulden». Die höchste juristische Sportinstanz sieht deshalb eine Sperre von 15 Monaten als angemessen an. Scharapowa erklärte nach dem Urteil, dies sei einer der schönsten Momente ihrer Karriere: «Ich zähle die Tage bis zu meiner Rückkehr. Es fühlt sich an, als wäre mir etwas, das ich liebe, weggenommen worden, und es wird sich sehr gut anfühlen, es zurück zu haben.» Die fünffache Grand-Slam-Siegerin wird voraussichtlich Ende Mai in Paris ihr erstes Major-Turnier seit dem diesjährigen Australian Open bestreiten können.

Absichtlicher Betrug nicht vorgeworfen

«Ich habe einen grossen Fehler gemacht», gestand Scharapowa an einer Medienkonferenz im März, als sie den positiven Test publik machte. Im Juni wurde sie vom Internationalen Tennisverband ITF für zwei Jahre, rückwirkend ab dem 26. Januar, gesperrt.

Das unabhängige Gremium, das den Fall für die ITF untersuchte, hatte Scharapowa zwar keinen absichtlichen Betrug vorgeworfen, aber einen schwerwiegenden Fehler unterstellt. Wie Scharapowa wurden in den ersten Monaten dieses Jahres auch zahlreiche andere russische Sportler positiv auf Meldonium getestet. Die Tennisspielerin begründete die Einnahme mit einem Magnesium-Defizit, Herzrhythmusstörungen und Diabetes-Fällen in ihrer Familie.

Freude bei der WTA

Scharapowa war von 2005 bis 2015 Jahr für Jahr die bestbezahlte Sportlerinnen der Welt. In der letzten Saison verdiente sie 29 Millionen Dollar. Sie ist eine von nur zehn Spielerinnen, die jedes der vier Grand-Slam-Turniere mindestens einmal gewinnen konnte.

Die in Florida wohnende ehemalige Weltranglisten-Erste, die schon als 17-Jährige Wimbledon gewann, ist neben Serena Williams die prominenteste Spielerin auf der WTA-Tour. Deren CEO Steve Simon freute sich dementsprechend über die Rückkehr der 35-fachen Turniersiegerin: «Wir sind froh, dass Maria 2017 auf die Courts zurückkehrt.»

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