Zum Hauptinhalt springen

Schweizer Taxifahrer wollen Uber stoppen

Der Fahrdienst-Anbieter Uber muss verboten werden, solange er sich nicht an die Gesetze hält. Das verlangen Taxifahrer aus der ganzen Schweiz.

kat
Suva hat den Rechtsstreit gegen den Fahrdienst gewonnen: Die App von Uber. (23. November 2015)
Suva hat den Rechtsstreit gegen den Fahrdienst gewonnen: Die App von Uber. (23. November 2015)
Christian Beutler, Keystone
559 Anzeigen sind in Zürich und Lausanne gegen Uber-Fahrer eingegangen. (Archivbild)
559 Anzeigen sind in Zürich und Lausanne gegen Uber-Fahrer eingegangen. (Archivbild)
Steffen Schmidt, Keystone
Das Parlament hat beschlossen, die Regelungen für Taxifahrer zu lockern: Sie sollen keine Fahrtenschreiber mehr brauchen. (17. Mai 2016)
Das Parlament hat beschlossen, die Regelungen für Taxifahrer zu lockern: Sie sollen keine Fahrtenschreiber mehr brauchen. (17. Mai 2016)
Jean-Christophe Bott, Keystone
«Einschränken, im Sinne von Verbieten, das wäre komplett falsch»: Bundesrat Johann Schneider-Ammann reagiert auf die heftige Kritik am Fahrdienst. (Archivbild)
«Einschränken, im Sinne von Verbieten, das wäre komplett falsch»: Bundesrat Johann Schneider-Ammann reagiert auf die heftige Kritik am Fahrdienst. (Archivbild)
Peter Klaunzer, Keystone
In diversen Städten hatten sich Taxifahrer dieses Jahr zu Protesten versammelt.
In diversen Städten hatten sich Taxifahrer dieses Jahr zu Protesten versammelt.
Jean-Christophe Bott, Keystone
Mit Taxikolonnen machten sie auf ihr Anliegen aufmerksam.
Mit Taxikolonnen machten sie auf ihr Anliegen aufmerksam.
Jean-Christophe Bott, Keystone
Die Nationale Taxiunion fordert, dass der Uber-Konzern zur Rechenschaft gezogen wird.
Die Nationale Taxiunion fordert, dass der Uber-Konzern zur Rechenschaft gezogen wird.
Jean-Christophe Bott, Keystone
1 / 9

Uber gefährde die gesamte Taxibranche, hiess es am Dienstag in Zürich an einer Medienkonferenz zum Start einer Kampagne der Nationalen Taxiunion. Der US-Milliardenkonzern Uber verdiene an jeder vermittelten Fahrt, übernehme aber keinerlei Verantwortung gegenüber den Uber-Fahrerinnen und -Fahrern. Er bezahle weder Sozialleistungen, noch kümmere er sich um die Sicherheit der Kundinnen und Kunden.

Die Nationale Taxiunion, welcher Taxifahrer aus Zürich, Lausanne, Genf und Basel angehören, fordert neben einem Verbot von Uber und einer Sperrung der Uber-App, dass der US-Konzern zur Rechenschaft gezogen wird «für Anstiftung zur systematischen Schwarzarbeit und illegalem berufsmässigen Personentransport», wie der Lausanner Taxifahrer Abdelhamid Akrimi sagte.

Uber müsse als Taxiunternehmen behandelt werden und sei den gleichen Gesetzen zu unterstellen wie andere Taxizentralen. Die Behörden hätten Uber als «Arbeitgeber mit allen Rechten und Pflichten» zu behandeln.

«Scheinselbstständige ohne jeglichen sozialen Schutz»

Uber-Chauffeure seien «Scheinselbstständige ohne jeglichen sozialen Schutz», kritisierte die Basler Taxifahrerin Rita Taschner, die auch Vorstandsmitglied der Basler Unia-Taxigruppe ist. Uber sei klar Arbeitgeber, denn das Unternehmen sorge für die Bereitstellung der anfallenden Arbeit, bestimme die Preise und den Transportweg und bezahle den Fahrern den Lohn. Die gesetzlich vorgeschriebenen AHV/IV-Beiträge würden aber nicht bezahlt.

Uber betreibt nach Ansicht des Zürcher Taxifahrers Christof Zellweger «unlauteren Wettbewerb». Seit dem Uber-Markteintritt habe es im Kanton Zürich bei den Taxifahrern eine Umsatzeinbusse von bis zu 50 Prozent gegeben. Für Uber-Fahrer sei ein existenzsichernder Lohn nicht möglich, und die «sowieso schon prekären Lohnverhältnisse» der legalen Taxifahrer würden weiter gefährdet, sagte Zellweger.

Kantone wollen Geschäftsmodell Uber legalisieren

Sowohl in Basel, Genf und Zürich ist das Dossier des Taxigewerbes auf Kantonsebene in der Zuständigkeit eines FDP-Regierungsratsmitglieds. «Diese drei Personen arbeiten alle darauf hin, das Geschäftsmodell Uber mit gesetzlichen Veränderungen legalisieren zu können», sagte der Genfer Taxifahrer Mohammed Gharbi, der von einer «FDP-Connection» spricht.

In Genf fahre Uber trotz eines vom Bundesgericht bestätigten Verbots munter weiter. Der Regierungsrat arbeite an einem neuen Taxigesetz, mit dem Uber legalisiert werde. In Basel sei diese Legalisierung im letzten Herbst zu einem Teil schon passiert. Und auch in Zürich soll laut Gharbi ein Gesetz ohne Regulierungen für Uber in Vorbereitung sein.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch