Tausende Feyenoord-Fans in Bern – Polizei markiert Präsenz

Mehr als 2000 Fans des niederländischen Fussballklubs erwartet. Sogar das Bundeshaus wurde zur Sicherheit eingezäunt.

Das Spiel zwischen YB und Feyenoord Rotterdam findet am Donnerstagabend statt. Doch bereits jetzt sind die berüchtigten Holländer Fans in Bern. Video: Leser

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Bern in Alarmbereitschaft: Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort. Grund sind die Fans des des niederländischen Fussballklubs Feyenoord Rotterdam. Mehr als 2000 werden heute für das Spiel gegen YB in der Hauptstadt erwartet.

Am Donnerstagvormittag waren bereits ungewohnt viele Polizisten in der Innenstadt präsent, wie ein Reporter berichtete. Bei Auswärtsspielen von Feyenoord war es in den letzten Jahren wiederholt zu Sachbeschädigungen und Ausschreitungen mit Verletzten gekommen.

Hunderte Holländer waren gegen Mittag bereits in Bern unterwegs. Sie tranken Bier auf dem Bundesplatz, schlenderten durch die Stadt und skandierten Feyenoord-Parolen. Beim Bahnhof kontrollierten Polizisten in Kampfmontur die Personalien einiger niederländischer Anhänger.

Sorgen um die Unversehrtheit des Bundeshauses? Vor den beiden Bundeshausflügeln wurden Schutzwände installiert. Foto: Wolf Röcken

Die Kantonspolizei Bern hatte im Vorfeld angekündigt, sie werde «mit einem sichtbaren Dispositiv im Einsatz stehen, um Sicherheit und Ordnung grösstmöglich zu gewährleisten». Sie war im August wegen Ausschreitungen serbischer Fans in Bern in die Kritik geraten. Der Polizei wurde vorgeworfen, sie sei zu wenig präsent gewesen. Die Stadtregierung bedauerte später die Vorfälle, wies aber Bernerinnen und Bernern eine Mitschuld zu. Passanten hätten die Serben mit dem Doppeladler provoziert.

Wachen bleiben zu

Um heute genügend Polizeipersonal zu Verfügung zu haben, schloss die Kapo Bern den Grossteil der Wachen im Kanton. Nur die Wachen Bern-Waisenhaus, Biel, Moutier, Interlaken und Thun sind am Donnerstag und Freitag geöffnet.

Feyenoord Rotterdam ist am Donnerstagabend zu Gast bei den Berner Young Boys. Es handelt sich um ein Gruppenspiel in der Europa League. (aru/sda)

Erstellt: 24.10.2019, 13:28 Uhr

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