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Über 128'000 Autos in der Schweiz vom Abgas-Skandal betroffen

Der VW-Importeur beziffert die Anzahl der manipulierten Diesel-Fahrzeuge in der Schweiz. Ein Aktionsplan sieht eine grossangelegte Umrüstaktion vor.

Kritisiert das Verbot als «übertrieben»: Andreas Burgener, Direktor Auto Schweiz, im Vorzimmer zum Ständerat in Bern. (11.3.2015)
Kritisiert das Verbot als «übertrieben»: Andreas Burgener, Direktor Auto Schweiz, im Vorzimmer zum Ständerat in Bern. (11.3.2015)
Peter Schneider, Keystone
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Der VW-Importeur Amag tritt in der Abgas-Affäre auf die Notbremse, noch bevor der Bund aktiv wird: Für Neuwagen mit Dieselantrieb EU5 gilt ab sofort ein Verkaufsstopp. Diese Massnahme gilt noch vor dem allfälligen Entzug der Typengenehmigung, die das Bundesamt für Strassen Astra am Freitag in Aussicht gestellt hatte, wie Amag am Montag mitteilte. Betroffen seien aber nur wenige hundert Neuwagen am Landeslager Schinznach-Bad.

Die Zahl der bereits verkauften betroffenen Wagen (sogenannt in Verkehr gesetzt) beziffert Amag auf 128'802 Fahrzeuge. Darin mitgezählt sind die Verkaufszahlen von allen offiziellen Handelsorganisationen, nicht aber von den privaten, sogenannt freien Händlern.

VW-Aktionsplan zur Nachbesserung

Betroffen sind die Marken Volkswagen, Audi, Seat, Skoda und VW Nutzfahrzeuge mit Dieselmotoren des Typs EA 189. Sie sollen nachgebessert werden, sobald eine technische Lösung vorhanden ist. Über das Wochenende sei zusammen mit dem VW-Konzern ein Aktionsplan erstellt worden, schreibt Amag.

Dieser sehe vor, dass Volkswagen und die weiteren Marken des Konzerns «noch im Oktober den jeweiligen nationalen Zulassungsbehörden anhand von Referenzfahrzeugen die technischen Lösungen und deren Umsetzbarkeit demonstrieren.» Dann sollen die Massnahmen genehmigt werden. Anschliessend werden die Kunden individuell über die technische Lösung zur Nachbesserung ihres Fahrzeugs informiert und Werkstatt-Termine vereinbart.

Eine erste Übersicht über weltweit betroffene Modelle gibt es hier.

SDA/dia

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