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Was macht der Neue auf der Landiwiese?

Das diesjähirge Theater Spektakel Zürich steht unter neuer Leitung. Was bleibt, was sich ändert.

Es wird nicht alles umgekrempelt am Theater Spektakel.
Es wird nicht alles umgekrempelt am Theater Spektakel.
Ennio Leanza, Keystone

Matthias von Hartz heisst der Neue. Doch das Programm des diesjährigen Theater Spektakel sei nicht seines, sondern das eines Teams, sagt der künstlerische Leiter. Und zum Team gehören zum Beispiel die Theaterfrauen Zoé Kilchmann und Yanna Rüger. Sie haben das Strassenkunstprogramm, das täglich gratis auf der Zentralbühne zu sehen ist, erstmals durchkuratiert. Besonderer Fokus: Künstlerinnen aus der Schweiz. Gemeinsam mit Maurice Ettlin hat Musiker und Musikliebhaber Rolf Saxer, der 15 Jahre lang eine Hälfte des Rave-Punk-Duos Saalschutz bildete, das Musikprogramm zusammengestellt.

Fern von Komerz

«Das Theater Spektakel ist einer der Orte, die noch nicht komplett kommerzialisiert sind», sagt von Hartz. Der Regisseur und studierte Ökonom, hat das Festival als Gast immer wieder besucht. Man müsse als neuer Leiter hier nicht alles umkrempeln, vielmehr stellte sich ihm die Frage: «Was könnte man ergänzen?»

Aus konzeptioneller Sicht ist das Spektakel durch Soli-Karten und Getränkebons, die neu als Spende zu regulären Tickets mitgekauft werden können und dann an Bedürftige verteilt werden, noch zugänglicher für alle. Und das sei erst der Anfang. Künstlerisch gesehen, erwarten das Publikum mehr Produktionen, die die Grenze zwischen Kunst und zwischen Musik und Theater überschreiten.

Technoparty in Slow Mation

Der Künstler Walid Raad zum Beispiel zeigt in seiner performativen Museumsführung, was passiert, wenn Kunst auf Reisen geht. Bei Boris Charmatz verschmelzen Skulptur und Tanz. Die Musikerin Peaches zeigt ihre Solo-Musical-Performance «Peaches Christ Superstar», und bei Choreografin Gisèle Vienne erzählt eine Technoparty in Slow Motion viel über Beziehungen.

Neu ist auch ein Stammtisch, an dem allabendlich Gastgeber – Künstler, Wissenschaftler oder andere Menschen – sitzen werden, die etwas zu sagen haben. Und ab ­sofort wird jährlich eine Gruppe mit ihrem Gesamtwerk zu Gast sein. Die Ersten sind Forced Entertainment, und die zeigen in acht Tagen 36 Shakespeare-Dramen. Als reduziertes Materialtheater mit Ketchupflaschen-Widersachern, Salzstreuer-Königen und Rostlöser-Liebenden.

Theater Spektakel Do 16.8. – So 2.9. Landiwiese / Werft / Rote Fabrikwww.theaterspektakel.ch

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