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Maskenmänner an Halloween auf Raubzug

In der vergangenen Nacht sind in der Stadt Zürich drei Personen von maskierten jungen Männern ausgeraubt worden. Auch sonst gab es für die Polizei zu tun.

So verbargen die Männer bei den Überfällen ihre Gesichter: Demonstranten in Hongkong mit Guy-Fawkes-Masken.
So verbargen die Männer bei den Überfällen ihre Gesichter: Demonstranten in Hongkong mit Guy-Fawkes-Masken.
Keystone

Die Guy-Fawkes-Maske gehört nicht zum Standard-Grusel-Repertoire an Halloween. Man kennt sie vom Internet-Kollektiv «Anonymous» und aus dem Film «V for Vendetta». Den Opfern zweier Überfälle in der Stadt Zürich dürfte sie aber nach dem gestrigen Abend in schlechter Erinnerung bleiben.

Kurz nach 19 Uhr bedrängten fünf dunkel gekleidete junge Männer in der Nähe der Kornhausbrücke zwei Jugendliche. Einer aus der Gruppe trug eine Guy-Fawkes-Maske, die anderen hatten ihr Gesicht mit dunklen Utensilien vermummt, wie die Stadtpolizei meldet. Die Jugendlichen wurden gezwungen, ihr Geld herauszugeben. Dabei wurde einer leicht verletzt. Die Angreifer waren laut ihren Opfern etwa 15 bis 25 Jahre alt. Mindestens einer trug einen Fan-Artikel eines Fussballclubs.

Zu einem ähnlichen Vorfall kam es dann gegen 21 Uhr etwas weiter stadtauswärts, beim Pfingstweidpark. Dort wurde ein 58-Jähriger von etwa einem halben Dutzend Personen umzingelt und ausgeraubt. Diese Gruppe war ebenfalls dunkel gekleidet, aber jetzt trugen alle die besagte Maske – ausser dem Wortführer, der mit dem Opfer sprach. Dieser hatte ein Halstuch bis unter die Augen gezogen, war etwa 17 bis 20 Jahre alt und etwa 170 bis 175 cm gross. Er sprach Schweizerdeutsch und war von schlanker Statur.

Schlägerei im Tram

Bei zwei weiteren Vorfällen in der gleichen Nacht ist unklar, ob sie etwas mit Halloween zu tun hatten. Bei einer Auseinandersetzung nahe des Bahnhofs Stadelhofen wurde kurz vor Mitternacht ein 14-Jähriger am Kopf verletzt. Der Streit setzte sich dann in einem Tram der Linie 4 fort, wo zwei weitere Jugendliche im Alter von 16 Jahren verletzt wurden – einer erlitt Schnittwunden. Alle drei mussten ins Spital gebracht werden.

Schon zuvor, um 20.15 Uhr, war unweit der Migros-Filiale Affoltern ein junger Mann von drei Unbekannten angegriffen und verletzt worden. Einer der Täter war laut Polizei etwa 185 Zentimeter gross, trug eine graue Daunenjacke und hatte eine dunkle Hautfarbe sowie einen Schnurrbart. Ein anderer war etwas kleiner, trug eine dunkelblaue Jacke und war weisser Hautfarbe.

Polizisten mit Steinen beworfen

Halloween bescherte den Polizisten in der Stadt auch sonst einiges an Arbeit: Es gab deswegen rund 20 Einsätze. In ganz Zürich sei es zu Sachbeschädigungen gekommen, teilt die Stadtpolizei mit. In den meisten Fällen ging es um Jugendliche, die mit Eiern herumwarfen. Im Kreis 9 wurde unter anderem ein Schulhaus damit eingedeckt. Als ein Mann die Eierwerfer zur Rede stellen wollte, bewarfen die Jugendlichen diesen ebenfalls. Dabei sei der Mann leicht am Kopf verletzt worden. Daneben gingen auch Meldungen wegen Lärms und Pyrotechnik ein.

Diese Kinder und Jugendlichen beliessen es in der Halloweennacht beim Erschrecken von Nachbarn und Passanten. Foto: Urs Jaudas
Diese Kinder und Jugendlichen beliessen es in der Halloweennacht beim Erschrecken von Nachbarn und Passanten. Foto: Urs Jaudas

Die Kantonspolizei war wegen Halloween rund 40-mal im Einsatz. Gemeldet wurden ihr Sachbeschädigungen, Ruhestörungen und Randalierer. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte ein Sprecher der Kantonspolizei, dass die Zahl der Beschwerden mit denen in den Vorjahren vergleichbar sei. Auch hier ging es in den meisten Fällen um Eierwürfe gegen Fassaden und fahrende Autos.

Ärger trieben es rund 30 Jugendliche in Zumikon: Nachdem sie einen Container in Brand gesteckt hatten, bewarfen sie die ausgerückten Polizisten mit Steinen und Eiern. Als Verstärkung eintraf, wurden die Jugendlichen kontrolliert. Eine stille Nacht war es hingegen in Winterthur. Hier musste die Stadtpolizei wegen Halloween nicht ausrücken.

(SDA)

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