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Nichts ist für die Ewigkeit

Wer ein Auto besitzt, sollte bei einigen Teilen auf deren Alter achten. Manches muss bereits nach ein oder zwei Jahren getauscht werden. Es gibt sogar Teile mit echtem Verfallsdatum.

Die sterilen Teile im Verbandkasten tragen ein Verfallsdatum. Ist die Haltbarkeit abgelaufen, müssen die Bestandteile ersetzt werden.
Die sterilen Teile im Verbandkasten tragen ein Verfallsdatum. Ist die Haltbarkeit abgelaufen, müssen die Bestandteile ersetzt werden.
Foto: SP-X

Zur Routine eines Kühlschrankbesitzers gehört meist auch ein gelegentlicher Check der Haltbarkeitsdaten der dort gelagerten Speisen. Beim Auto hingegen fallen diese Routinekontrollen oft aus. Dabei gibt es auch hier einiges, das zum Teil schon nach wenigen Jahren getauscht gehört. Denn manches im Auto trägt sogar ein echtes Verfallsdatum.

Zu dieser Kategorie gehören die sterilen Bestandteile des Verbandkastens, die nach fünf Jahren ausgetauscht werden müssen. Spätestens wenn ein Auto seinen zweiten Prüfungstermin hat – fünf Jahre nach der ersten Inverkehrsetzung –, sollte der Besitzer also den Verbandskasten checken. Nur die sterilen Inhalte umzutauschen, kann umständlich sein. Oftmals ist es einfacher, die komplette Verbandtasche zu tauschen – gute Angebote gibt es schon ab 20 Franken, wer auf der sicheren Seite stehen will, investiert um die 50 Franken in eine Erste-Hilfe-Ausrüstung. Beim Kauf einer neuen Autoapotheke sollte man natürlich darauf achten, dass die Inhalte nicht abgelaufen sind.

Reifen und Feuerlöscher überprüfen

Ebenfalls ein Datum, welches zum Wechsel mahnen kann, tragen die Fahrzeugreifen. Entscheidend hierbei ist eine vierstellige Zahl in den Reifenflanken am Ende der DOT-Nummer. Diese nennt die Woche und das Jahr, in dem der Reifen gefertigt wurde. Die Zahl 2212 besagt, dass der Reifen in der 22. Woche des Jahres 2012 gefertigt wurde. Vonseiten des Gesetzgebers gibt es zwar kein maximales Alter für Reifen, aber auch wenn die Profile noch nicht abgefahren sind, sollte Reifen im Alter von sechs bis acht Jahren gewechselt werden. Grund: Die Gummimischung wird spröde, und die Leistungsfähigkeit des Reifens nimmt mit dem Alter ab.

Wer einen Feuerlöscher im Fahrzeug mitführt, sollte auch hier das Verfallsdatum prüfen. Mit der Zeit kann das Pulver im Innern verklumpen, ausserdem verringert sich das Treibgas. Ist der Löscher zu alt, kann er im Notfall unbrauchbar sein. Auch das Motoröl sollte spätestens nach zwei Jahren gewechselt werden. Zumindest raten die Hersteller in der Regel dazu, die Schmierflüssigkeit alle zwölf bis 24 Monate auszutauschen. Die im Öl vorhandenen Additive verlieren mit der Zeit an Wirkung, ausserdem können Wasser und Treibstoff ins Öl gelangen und dessen Schmierfähigkeit beeinträchtigen.

Klimaanlage nicht vergessen

Etwas mehr Zeit kann man sich bei der Motorkühlflüssigkeit lassen, deren Wechsel die meisten Autohersteller nach zwei bis sechs Jahren empfehlen. Generell altert die Flüssigkeit, zudem kommt es zu Ablagerungen, was unter anderem den Schutz vor Korrosion verringert. Ausserdem verliert über die Jahre der Frostschutz an Wirkung. Alle zwei Jahre sollte die Bremsflüssigkeit kontrolliert werden. Diese kann Wasser anziehen, was für ein Absenken des Siedepunkts und zur Bildung von Dampfblasen führen kann. In der Folge kann sich die Bremskraft verringern.

Auch die Klimaanlage braucht eine regelmässige Wartung. Idealerweise wird das Fahrzeug in der Garage in Abständen von drei Jahren zum Klimaservice gebracht und dort das Kältemittel erneuert. Über die Jahre verringern sich nämlich Kühlleistung und Schmierfähigkeit. Für die Belüftung des Fahrzeugs werden in der Regel Innenraumfilter eingesetzt, die Insassen vor feinem Staub schützen. Mit der Zeit verstopfen diese Filter allerdings, was für schlechtere Luftqualität und beschlagene Scheiben sorgen kann. In der Regel empfiehlt sich hier der Wechsel nach spätestens drei Jahren.

Schliesslich ist es wichtig, auf den Zustand des Zahnriemens zu achten. Hier ist ein Wechsel nach drei bis zehn Jahren ratsam. Dieser wird zunehmend spröde, zudem nutzen sich die Zähne ab. Im schlimmsten Fall reisst der Riemen, was wiederum einen Motorschaden nach sich ziehen kann.

5 Kommentare
    galzer

    Ein Moneymaker Bericht, die Verfallsdaten sind derart kurz angesetzt. Und falls ein Verbandsmaterial nicht ausgepackt, also in der Originalverpackung lagert, was soll da schlecht werden?