Zum Hauptinhalt springen

Vergabe der Ski-WM 2025Noch ist Crans-Montana chancenlos

Die alpine Ski-Weltmeisterschaft wird 2025 aller Voraussicht nach in Österreich stattfinden. Das Wallis wird auch zum Zug kommen – mit zwei- oder vierjähriger Verspätung.

Die Schweizer Skifahrer werden wieder in den Genuss von Heimtitelkämpfen kommen. Aber noch nicht im Jahr 2025.
Die Schweizer Skifahrer werden wieder in den Genuss von Heimtitelkämpfen kommen. Aber noch nicht im Jahr 2025.
Foto: Alessandro della Valle (Keystone)

Gewählt wird erst am Samstagabend. Doch die Entscheidung ist längst gefallen. Die alpine Ski-Weltmeisterschaft 2025 wird im österreichischen Saalbach-Hinterglemm stattfinden, die Mitstreiter Garmisch-Partenkirchen und Crans-Montana werden chancenlos sein. Von den 16 FIS-Vorstandsmitgliedern dürften zwei, vielleicht drei für die Walliser stimmen. Einer davon wird aller Voraussicht nach Noch-Präsident Gian Franco Kasper sein.

Das eingereichte Dossier jedoch, es überzeugt. 180 Seiten dick, beinhaltet es sogar Angaben über wahrscheinliches Nebelaufkommen in den Februartagen. Im zehnminütigen Bewerbungsvideo, welches am Samstag dem Vorstand präsentiert wird, sind sechs Sequenzen mit Michelle Gisin zu sehen, auch Sportministerin Viola Amherd kommt zu Wort.

Bei der Vergabe von Grossanlässen aber sind nun mal ungeschriebene Gesetze zu befolgen. Die letzte WM in Österreich fand 2013 statt, die Schweiz kam 2017 mit St. Moritz zum Zug – die Frist von acht Jahren bis 2025 ist etwas gar kurz. Saalbach-Hinterglemm bemühte sich bereits um die Titelkämpfe 2023, scheiterte jedoch an Méribel/Courchevel. Die Walliser ihrerseits treten erstmals an, im Wissen, dass bei der Premiere die Aussicht auf Erfolg gegen null tendiert. St. Moritz beispielsweise hatte den Zuschlag erst im dritten Anlauf erhalten.

2027, oder doch erst 2029?

Crans-Montana wird denn auch wieder antreten. Sicher 2027, notfalls auch 2029 – spätestens dannzumal mit hervorragenden Chancen. Das Budget beläuft sich auf 80 Millionen Franken. Einen Teil davon stemmen Kanton und Gemeinde, Opposition gibt es keine. Das geplante Zielstadion mit zwei Sporthotels wird auf jeden Fall gebaut, dank mobiler Tribünen könnten 15 000 Zuschauer Platz darin finden. Es soll eine auch im Sommer nutzbare multifunktionale Arena werden.

Swiss-Ski unterstützt die Kandidatur, und dürfte demnächst eine WM-AG gründen. Schliesslich werden hierzulande mittelfristig auch Weltmeisterschaften in anderen Sparten, etwa im Snowboard und Biathlon, angestrebt.

1 Kommentar
    Karl Suter

    Sollte dieser "Alleinbesitzer" bis dann dort immer noch das Sagen haben, ist eine Kandidatur undenkbar. Der Mensch ist ja völlig unberechenbar.