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Djokovic-Insider im Interview«Novak ist manchmal sein grösster Feind»

Der serbische Journalist Saša Ozmo erklärt die komplexe Persönlichkeit des besten Tennisspielers nach der Disqualifikation am US Open. Und plädiert dafür, auch dessen gute Seiten zu sehen.

Novak Djokovic, gemalt von Künstler Marko Janjic. In den internationalen Medien wird meist ein weniger günstiges Bild gezeichnet vom Serben.
Novak Djokovic, gemalt von Künstler Marko Janjic. In den internationalen Medien wird meist ein weniger günstiges Bild gezeichnet vom Serben.
Foto: Keystone

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie sahen, wie Novak Djokovic die Linienrichterin mit einem Ball am Hals traf?

Dass er disqualifiziert werden würde. Was dann auch passierte. Natürlich hatte er riesiges Pech. Er war in der Vergangenheit in ähnlichen Situationen davongekommen. Wie viele andere Spieler auch. Aber die Disqualifikation war in dieser Szene gerechtfertigt, wie Novak auf Instagram auch einräumte. Es ist sehr unglücklich gelaufen. Aljaz Bedene hatte in der Woche zuvor mit einem Ball einen Kameramann abgeschossen, aber diesem ging es gut. Dass Novak die Frau am Hals traf, in einem fast leeren Stadion, unglaublich! Ironischerweise schien er mir nicht einmal so aufgebracht. Hätte er sich so richtig aufgeregt, er hätte sein Racket zertrümmert. Dann hätte er eine Verwarnung gekriegt, und das Spiel wäre weitergelaufen. Vielleicht musste es einfach sein.

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