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Eine Kassiererin der Migros erzählt«Nur noch Kopf runter und scannen»

Veronika Ferlin * arbeitet seit mehr als dreissig Jahren in der Migros. So etwas wie in den vergangenen drei Wochen hat sie noch nicht erlebt. Ein Bericht aus dem Herzen des ganz normalen Ausnahmezustands.

David Sarasin
Nichts ist normal in diesen Zeiten. Das merken auch die Verkäuferinnen und Verkäufer der Lebensmittelläden.
Nichts ist normal in diesen Zeiten. Das merken auch die Verkäuferinnen und Verkäufer der Lebensmittelläden.
Foto: Alessandro della Bella / Keystone


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Begonnen hat es mit den Meldungen aus Italien. Das war der erste Schub, der sich in unserer kleinen Migros bemerkbar machte. Lange Schlangen mit vollen Einkaufswagen, so was habe ich noch nie gesehen. Schlimmer war nur noch der Tag, als der Bundesrat beschloss, die Schulen zu schliessen. Scheisse, dachte ich, als ich sah, was bei uns los war. Jetzt konnte ich nichts anderes machen als mich an die Kasse setzen und scannen, scannen, scannen. Das war meine erste Reaktion. Weder links noch rechts schauen, Kopf runter und scannen. Es war der strubste Tag bis jetzt.

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