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Beinahe-Crash am Flughafen ZürichObergericht spricht Fluglotsen frei

Vor über acht Jahren hat ein Fluglotse eine Situation am Flughafen Zürich falsch eingeschätzt. Nun wurde seine Verurteilung aufgehoben. Ausschlaggebend war ein Urteil des Bundesgerichts.

Der Beschuldigte arbeitet seit knapp 25 Jahren als Flugverkehrsleiter im Tower am Flughafen Zürich.
Der Beschuldigte arbeitet seit knapp 25 Jahren als Flugverkehrsleiter im Tower am Flughafen Zürich.
Bild: Keystone

«Die Staatsanwaltschaft lässt mich wie einen Schwerverbrecher aussehen, der beinahe einen Flugzeugabsturz verursacht hat», sagt der Fluglotse von Skyguide. Er habe einen Fehler begangen, wie er im Alltag eines Flugverkehrsleiters hin und wieder auftrete. Dass es dadurch beinahe zum Crash zweier Flugzeuge gekommen sei, stimme schlicht nicht. «Ich würde heute genau gleich handeln.» Konkret erteilte er im August 2012 einer Saab 2000 der Darwin Airline SA mit 18 Passagieren an Bord am Flughafen Zürich die Startfreigabe. Zur selben Zeit befand sich ein zweisitziges Leichtflugzeug im Endanflug auf eine Piste, welche die Startbahn der Saab 2000 kreuzte. Um einen Zusammenstoss zu verhindern, gab der Fluglotse die Anweisung zu einem Ausweichmanöver, durch das sich die beiden Flugzeuge dennoch gefährlich nahe kamen. Letztlich konnten aber auch dank der geistesgegenwärtigen Reaktion der Piloten eine Kollision und damit eine Tragödie vermieden werden.

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