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Der Chinesenfänger von Hameln

20 Jahre nach dem letzten europäischen Olympiasieger kämpft das deutsche Tischtennis-Wunderkind Dimitrij Ovtcharov auf dem Weg zu Gold gegen eine asiatischen Übermacht.

Einen Chinesen hat er schon ausgeschaltet: Dimitrij Ovtcharov triumphierte im Achtelfinal gleich mit 4:0 gegen Weixing Chen – dieser spielt allerdings seit zwölf Jahren für Österreich. Den letzten echten Europäer, Michael Maze aus Dänemark, schaltete Ovtcharov am Dienstag nach einem dramatischen Viertelfinal im entscheidenden siebten Satz mit 11:9 aus. «Das ist einer der glücklichsten Momente in meinem Leben. Der Anfang war gut. Zwischendurch habe ich die Kontrolle verloren. Jetzt freue ich mich auf einen Ruhetag. Das ist sehr gut», sagte Ovtcharov völlig erschöpft.

Über eine Stunde lang lieferten Ovtcharov und Maze in der ExCel-Arena in London reichlich Stoff für einen wahren Tischtennis-Krimi. Immer wieder schrie sich der 23-jährige Deutsche seine Freude aus dem Leib, während er gegen den sieben Jahre älteren Dänen mit 2:0 in Führung ging. Ovtcharov war so laut, dass die dänische Tennisspielerin Caroline Wozniacki via Twitter schimpfte: «Dieser Deutsche geht mit mit seinen Schreien wirklich auf die Nerven.»

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