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Dezimierte Schweizer geben Sieg aus der Hand

Das Comeback der Schweiz beim olympischen Fussballturnier ist nur halbwegs geglückt: In Unterzahl muss sich das Team von Trainer Pierluigi Tami gegen Gabun mit einem 1:1 begnügen.

Eine wichtige Szene in Newcastle: Oliver Buff sieht nach einer Schwalbe im Strafraum von Gabun die Ampelkarte und muss vom Platz (78). Von nun an ist nicht mehr an eine Schlussoffensive zu denken.
Eine wichtige Szene in Newcastle: Oliver Buff sieht nach einer Schwalbe im Strafraum von Gabun die Ampelkarte und muss vom Platz (78). Von nun an ist nicht mehr an eine Schlussoffensive zu denken.
Reuters
Dabei beginnen die Schweizer sehr gut. Admir Mehmedi trifft mittels Foulpenalty zum 1:0 (5.). Das Tor zählt erst im zweiten Anlauf, der kolumbianische Ref lässt das erste Penaltygoal vom Profi von Dynamo Kiew wiederholen.
Dabei beginnen die Schweizer sehr gut. Admir Mehmedi trifft mittels Foulpenalty zum 1:0 (5.). Das Tor zählt erst im zweiten Anlauf, der kolumbianische Ref lässt das erste Penaltygoal vom Profi von Dynamo Kiew wiederholen.
Keystone
Coach Pierluigi Tami ist etwas enttäuscht nach dem durchzogenen Auftritt seiner Spieler. Aber am Ende müssen die Schweizer mit dem 1:1 gegen Gabun zufrieden sein. Gegen Südkorea und Mexiko müssen sich die Schweizer Olympia-Fussballer gewaltig steigern.
Coach Pierluigi Tami ist etwas enttäuscht nach dem durchzogenen Auftritt seiner Spieler. Aber am Ende müssen die Schweizer mit dem 1:1 gegen Gabun zufrieden sein. Gegen Südkorea und Mexiko müssen sich die Schweizer Olympia-Fussballer gewaltig steigern.
Keystone
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Die SFV-Auswahl führte zwar dank einem Penaltytreffer Mehmedis früh (5.), ehe sie aus Eigenverschulden in Schwierigkeiten geriet. Den Schweizern unterliefen im halb leeren St. James' Park zu viele Fehler. In mancher Situation entschieden sie sich im falschen Moment für die falsche Aktion – wie beispielsweise Oliver Buff, der auf ungeschickte Weise einen Penalty anpeilte und stattdessen in der 78. Minute zu Recht die Ampelkarte sah.

Statt eines möglichen Sieges gegen den personell aus diversen Gründen geschwächten Afrika-Champion stand für die Schweiz in der Schlussphase in erster Linie die Begrenzung des Schadens im Vordergrund. Sie überstand die letzten Minuten mit einem Spieler weniger – damit sind nach dem ersten Spieltag in der Gruppe B alle Teams punktgleich klassiert. In der ersten Partie hatte Südkorea den Favoriten Mexiko beim 0:0 indes an den Rand einer Niederlage gedrängt.

Nur die Startphase genügte

Nur die Startphase verlief aus Schweizer Sicht wie gewünscht. Das Team von Tami bestimmte die Spielrichtung ohne Verzögerung und Innocent Emegharas erster Vorstoss endete bereits mit einem Penaltypfiff. Admir Mehmedi demonstrierte am Elfmeterpunkt Nervenstärke. Der Referee liess den ersten erfolgreichen Schuss des Kiewer Stürmers wiederholen – ohne Folgen, weil Mehmedi Gabuns erfahrenen Keeper Didier Ovono auch im zweiten Anlauf wunderbar austrickste.

Danach bauten die Schweizer gegen einen Gegner ab, der aus ungeklärten Gründen die weitere Absenz eines im Normalfall gesetzten Verteidigers (Ebanega/Auxerre) zu beklagen hatte. Kurz vor der Pause konnte Pierre-Emerick Aubameyang ungehindert den Ausgleich erzielen. Dabei unterlief Timm Klose eine Flanke fahrlässig. Goalie Diego Benaglio war gegen den Goalgetter von Saint-Etienne machtlos.

Tamis realistische Einschätzung

Gegenüber dem Westschweizer Fernsehen erklärte Coach Tami, dass man mit dem Unentschieden zufrieden sein müsse. «Wir haben gut begonnen, doch nach einer halben Stunde verloren wir die Kontrolle des Spiels. Das hat der aggressive Gegner schliesslich ausnutzen können. Wir müssen uns einfach im Klaren sein, dass an diesem Turnier sehr physisch gespielt wird.» Den Aussetzer des Regisseurs Buffs, der im nächsten Spiel gesperrt sein wird, wollte der Tessiner Trainer nicht öffentlich kommentieren. Er dürfte aber mit dem Zürcher bestimmt noch ein Gespräch unter vier Augen führen.

Am Sonntag trifft die Schweiz auf die Südkoreaner, die gegen Mexiko einen läuferisch starken Eindruck hinterliessen.

Gabun - Schweiz 1:1 (1:1) St. James' Park, Newcastle. - 15'748 Zuschauer. - SR Roldan (Kol). - Tore: 5. Mehmedi (Foulpenalty) 0:1. 45. Aubameyang 1:1. Gabun: Ovono; Engonga, Boussoughou, Henri Ndong, Dinda; Ndoumbou, Tandjigora, Madinda, Obiang; Nono (74. Meye); Aubameyang. Schweiz: Benaglio; Morganella, Schär, Klose, Rodriguez; Buff; Zuber (68. Kasami), Hochstrasser, Frei, Emeghara (84. Abrashi); Mehmedi. Bemerkungen: Schweiz komplett, Gabun ohne Emmanuel Ndong (verletzt), Ebanega, Biyogho (beide absent). 4. Mehmedi trifft per Foulpenalty, muss aber wiederholen. 78. Gelb-Rot gegen Buff (Unsportlichkeit/Schwalbe). Verwarnungen: 14. Klose, 18. Ndoumbbou, 32. Buff, 49. Tandjigora (alle Foul).

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