Grosse Delegation – Ammann trägt die Fahne

Das Schweizer Team in Sotschi umfasst 163 Athletinnen und Athleten. Die Schweizer Delegation ist so gross wie noch nie an Olympischen Winterspielen.

Grosse Ehre: Simon Ammann trägt die Schweizer Fahne bei der Eröffnungsfeier in Sotschi.

Grosse Ehre: Simon Ammann trägt die Schweizer Fahne bei der Eröffnungsfeier in Sotschi. Bild: Swiss Olympic/Keystone

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Als Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier am 7. Februar in Sotschi wurde der Toggenburger Simon Ammann bestimmt. Dies wurde an der Medienkonferenz von Swiss Olympic in Dietikon ZH bekannt. Ammann nimmt in Russland zum fünften Mal seit 1998 an Winterspielen teil. 2002 in Salt Lake City und 2010 in Vancouver gewann der 32-jährige Ostschweizer jeweils beide Einzel-Wettbewerbe im Skispringen. Vor vier Jahren in Vancouver trug Eiskunstläufer Stéphane Lambiel zur Eröffnung die Schweizer Fahne, 2006 in Turin der Snowboarder Phlilipp Schoch. 2010 wurden die Schweizer Farben 146-fach vertreten. Der damalige Rekordwert für Winterspiele wird nun am Schwarzen Meer mit 92 Männern und 71 Frauen nochmals getoppt. Damals wie heuer in Sotschi konnten beide olympischen Eishockey- und Curling-Turniere mit Teams beschickt werden. Der neue Rekordwert kommt nicht zuletzt wegen der Aufnahme von neuen Disziplinen ins Olympia-Programm zu Stande. Im Bereich Ski Freestyle (Halfpipe, Slopestyle) und Snowboard (Slopestyle) selektionierte Swiss Olympic 17 Sportlerinnen und Sportler.

Mehr Athleten als Deutschland

Mit 163 selektionierten Athletinnen und Athleten (plus zwei Ersatz) lässt die Schweiz in Sotschi – zumindest zahlenmässig – gar die Wintersport-Grossmacht Deutschland (152) hinter sich, die im Medaillenspiegel der vergangenen vier Winterspiele stets einen der ersten beiden Ränge belegt hat. Missionschef Gian Gilli meinte denn auch zur Grösse des Schweizer Teams: «Wir haben recht grösszügig selektioniert. Wir haben aber eine Mannschaft, auf die wir stolz sein können.» Die Gesamtdelegation aus der Schweiz umfasst 336 Personen. 63 Athleten nehmen erstmals an Olympia teil.

Erst einmal in der Nachkriegszeit – an den Sommerspielen 1948 in London (181) – war die Schweizer Olympia-Delegation grösser als jene für Sotschi. Dieser Wert stammt jedoch aus Zeiten, als das Mitmachen bei Olympia noch ganz eindeutig wichtiger war als das Gewinnen.

Gnade vor Recht auch bei den Alpinen

Swiss Ski nominiert 21 Athletinnen und Athleten für Sotschi. Neun Männer und acht Frauen hatten die Vorgaben für eine Nomination nach Sotschi erfüllen können, hinzu kamen lediglich noch vier Namen. Nicht berücksichtigt wurde Slalom-Spezialist Markus Vogel.

Bei den Frauen ergänzt die 20-jährige Engelbergerin Michelle Gisin das Aufgebot. Die jüngere Schwester von Dominique Gisin klassierte sich im Slalom zweimal auf dem 16. Platz (für eine Nomination waren zwei Ränge in den Top 15 oder eine Klassierung in den Top 7 gefordert). Überdies empfahl sich Michelle Gisin mit Siegen im Europacup. Im Männer-Team fanden ebenfalls drei junge Athleten Gnade vor den Selektionären: Der Bündner Gino Caviezel (21) sowie die beiden Walliser Ramon Zenhäusern (21) und Justin Murisier (22).

Freie Plätze im Riesenslalom-Team

Caviezel erfüllte die Selektions-Richtlinien nur zur Hälfte, als 14. des Riesenslaloms von Val d'Isère. Sein zweitbestes Ergebnis war der 24. Rang in Sölden. Im Schweizer Riesenslalom-Team gab es indes noch freie Plätze, nachdem einzig Carlo Janka die Vorgaben für Sotschi erfolgreich umsetzte. Etwas anders präsentiert sich die Ausgangslage im Slalom. Hier erhielt Zenhäusern gegenüber dem bereits 30-jährigen Nidwaldner Markus Vogel den Vorzug. Vogel hatte mit den Rängen 16 (in Kitzbühel) und 17 (in Adelboden) die Kriterien nur knapp verpasst, allerdings mit durchwegs besseren Startnummern als Zenhäusern, für den trotz der schlechteren Ränge 21 (in Kitzbühel) und 27 (in Wengen) zusätzlich der Jugend-Bonus sprach.

Murisier kämpft nach zwei aufeinanderfolgenden Kreuzbandrissen um den Anschluss. Er schaffte in diesem Winter im Slalom zwar nie den Vorstoss in den zweiten Lauf, aber zuletzt in Kitzbühel klassierte er sich nach einem starken Slalomlauf als Neunter der Super-Kombination. (fal/cb/abb/si)

Erstellt: 28.01.2014, 11:18 Uhr

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