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Gold für Winokourow – Cancellara stürzt

Fabian Cancellara wird sein Pech in dieser Saison nicht los. Der Berner stürzt im olympischen Strassenrennen an der Spitze liegend. Der Kasache Alexander Winokourow holt Gold.

Kann den Lenker nur mit der rechten Hand festhalten: Fabian Cancellara.
Kann den Lenker nur mit der rechten Hand festhalten: Fabian Cancellara.
Keystone
Die Medaillengewinner: Der Kolumbianer Rigoberto Uran (l.), der Kasache Alexander Winokourow (m.) und der Norweger Alexander Kristoff.
Die Medaillengewinner: Der Kolumbianer Rigoberto Uran (l.), der Kasache Alexander Winokourow (m.) und der Norweger Alexander Kristoff.
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Erzielte mit dem achten Platz das beste Resultat für die Schweiz: Grégory Rast.
Erzielte mit dem achten Platz das beste Resultat für die Schweiz: Grégory Rast.
Keystone
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Fabian Cancellara tat sich erneut in der rechten Schultergegend weh. Er musste ins Spital überführt werden, wo die Schulter geröngt wurde. Ob er am 1. August das Einzelzeitfahren bestreiten kann, ist höchst fraglich. Bereits Anfang April hatte er sich in der Flandern-Rundfahrt einen dreifachen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Bis zur verhängnisvollen Szene kurz vor Schluss hatten die Schweizer ein perfektes Rennen gezeigt und die favorisierten Briten in die Defensive gezwungen.

Nutzniesser des Dramas um Cancellara wurde letztlich Alexander Winokourow , der im September 39 Jahre alt wird und schon vor 12 Jahren Olympia-Silber gewonnen hatte, damals hinter dem Deutschen Jan Ullrich. Der Kasache feierte somit ein fast unglaubliches Comeback. Vor einem Jahr hatte er sich an der Tour de France einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen, wonach die Karriere beendet schien. Doch der zähe Winokourow kämpfte sich zurück und wurde nun mit Gold belohnt.

Rast holt Diplom

Winokourow verwies im Spurt den Kolumbianer Rigoberto Uran auf Platz 2. Der Südamerikaner hatte 10 km vor dem Ziel aus einer ursprünglich 42-köpfigen Spitzengruppe attackiert, einzig Winokourow konnte kontern. Der Norweger Alexander Kristoff sicherte sich im Spurt der Verfolger, acht Sekunden zurück, Bronze. Als bester Schweizer klassierte sich der Zuger Grégory Rast als Achter. Ein schlechter Lohn für das Schweizer Team, das bis zum Unfall von Cancellara sehr gut gekämpft hatte.

Schon kurz nach dem Start hatte sich eine zwölfköpfige Spitzengruppe abgesetzt, in der auch der Schweizer Michael mit von der Partie war und in der sich mit dem Russen Denis Mentschow, dem Australier Stuart O'Grady und dem Slowenen Janez Brajkovic namhafte Fahrer befanden. Die Flüchtlinge konnten sich zwar nie entscheidend absetzten, aber sie zwangen die favorisierten Briten dazu, den ganzen Tag Nachführarbeit zu verrichten. Prompt wurden Bradley Wiggins, Mark Cavendish und Co. 50 Kilometer überrascht, als sich eine grössere Gruppe absetzte, in der neben Schär, Grégory Rast und Michael Albasini auch der Schweizer Teamleader Fabian Cancellara steckte.

Es bildeten sich praktisch zwei Felder. Vorne 42 Mann mit den vier Schweizern, dahinter das Feld, angeführt von den Briten und den Deutschen, die für die Sprinter Cavendish und André Greipel die Pace bestimmten. 40 Kilometer vor dem Ziel lag die Spitze rund eine Minute vor dem Feld, und es zeichnete sich bald ab, dass es das Feld nicht mehr schaffen würde, die Lücke zu schliessen. Die Ausgangslage für die Schweizer schien überaus vielversprechend, bis eben Cancellara durch seine Unachtsamkeit aus der Entscheidung geworfen wurde.

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