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Drama um Cologna – Russland dominiert

Die olympische Medaillenjagd über die Königsdistanz bringt Dario Cologna einmal mehr kein Glück. Bitterer als der Bündner kann man ein Langlaufrennen kaum verlieren.

«Am liebsten würde ich weinen»: Dario Cologna verlässt Sotschi mit zwei Goldmedaillen, aber auch mit einer schweren Enttäuschung.
«Am liebsten würde ich weinen»: Dario Cologna verlässt Sotschi mit zwei Goldmedaillen, aber auch mit einer schweren Enttäuschung.
Keystone
Der bittere Moment: Cologna muss seinen Lauf unterbrechen, um neues Material in Empfang zu nehmen. Die Fans verfolgen es am Screen im Zielraum mit.
Der bittere Moment: Cologna muss seinen Lauf unterbrechen, um neues Material in Empfang zu nehmen. Die Fans verfolgen es am Screen im Zielraum mit.
Keystone
Ausgepumpt: Legkow nach vollbrachter Grosstat.
Ausgepumpt: Legkow nach vollbrachter Grosstat.
AFP
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Das Unglück im Skatingrennen über 50 Kilometer ereignete sich weniger als zwei Kilometer vor dem Ziel. Dario Cologna befand sich nach einer taktisch einwandfreien Leistung in einer vielversprechenden Position an der Spitze des Feldes, als ihm nach einem Sturz ein Konkurrent über den linken Ski fuhr und dieser zu Bruch ging. Auch wenn er bald einen Ersatz gereicht bekam, hatte der Doppel-Olympiasieger natürlich keine Chance mehr, in die Entscheidung einzugreifen. Das Ziel erreichte er auf dem enttäuschenden 27. Platz.

Dario Cologna trat trotz der bitteren Enttäuschung mit einem freundlichen Lächeln vor die TV-Kamera. Er sagte aber: «Am liebsten würde ich weinen. Das ist sehr schade. Wenn man sich selber ein Bein stellt, ist man aber auch selber schuld. Ich hatte eine sehr gute Position, die Chance auf eine Medaille war bis zum Sturz gross. Es stimmte lange alles. Vor dem Sturz war ich ein wenig eingeklemmt, nachdem ich zu Fall gekommen war, ist mir ein anderer Läufer über den Ski gefahren, und dieser brach dann.»

Schweizer Anteil an Gold und Bronze

Einen totalen Triumph feierten die Russen. Alexander Legkow erwies sich in der Königsdisziplin als der Stärkste und setzte sich im Endspurt vor Maxim Wylegschanin und Ilja Tschernoussow durch. Für Legkow, der an Grossanlässen noch nie zuoberst auf dem Podest gestanden war, gab es im Abschlussrennen der Langläufer die grosse Genugtuung. Eine Scheibe am Erfolg kann sich auch der Schweizer Reto Burgermeister abschneiden, der als Trainer für das Privatteam Legkow/Tschernoussow verantwortlich ist.

Hohes Tempo – Perl überzeugt mit Rang 12

Der Fünfziger wurde in Sotschi extrem schnell gelaufen, spannend wurde das Rennen erstmals nach 30 Kilometern, als der Finne Matti Heikkinen die Initiative ergriff und sich mit einem kühnen Angriff etwas absetzen konnte. Doch das Feld liess den 15-km-Weltmeister von 2011 nicht gewähren und holte ihn nach genau 40 Kilometern wieder ein. Weitere Attacken blieben beim horrenden Tempo aus - bis Legkow im Schlussaufstieg die Entscheidung zu seinen Gunsten forcierte.

Bester Schweizer wurde anstelle Colognas Curdin Perl, der als 12. die Top 10 nur knapp verpasste. Der Engadiner stellte unter Beweis, dass er rechtzeitig für die Winterspiele sehr gut in Form gekommen ist. Er hielt sich stets in guter Position in der Spitzengruppe auf, konnte aber im Finish nicht mehr genügend Reserven mobilisieren, um sich ein Diplom zu erspurten. Auch Remo Fischer und Toni Livers machten ein gutes Rennen. Fischer erreichte Platz 22, Livers Platz 30.

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