«Es wird auf jeden Fall spannend»

Trotz der ersten Niederlagen gegen Schweden und Kanada präsentieren sich die Schweizer Curlerinnen bei Olympia in Medaillenform. Skip Mirjam Ott blickt zurück und voraus.

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Mirjam Ott, wie bewerten Sie das 8:9 gegen Schweden? Es sah ein bisschen nach einer emotionalen Berg- und Talfahrt aus.
Das würde ich so nicht sagen. Wir wussten, dass es gegen die Schwedinnen sehr hart werden würde. Wir haben sehr solid gespielt, hatten unsere Chancen. Sie haben jeden Stein von uns, der nicht optimal gespielt wurde, nutzen können, das ist uns leider nicht gelungen.

Insgesamt war es ein sehr attraktives Spiel.
Das denke ich auch, und es war auch eines unserer besseren Spiele hier in Sotschi, selbst wenn wir verloren haben. Wir werden auf jeden Fall das Positive mitnehmen.

Wie verbringen Sie die Zeit bis zum nächsten Spiel?
Essen, ein wenig schlafen, wieder essen und dann die Matchvorbereitung.

Wie fällt Ihre Bilanz der ersten vier Spiele aus?
Wenn wir vor dem ersten Spiel gewusst hätten, dass wir zu diesem Zeitpunkt dreimal gewonnen und nur einmal verloren haben, hätten wir das auf jeden Fall unterschrieben. Aber jeder der kommenden Gegner ist sehr hart.

Vor allem das 7:6 gegen Dänemark hat nach einem richtigen Arbeitssieg ausgesehen.
Das waren alle Spiele bisher, nicht eines ist uns leichtgefallen. Aber das war uns von vornherein klar, die Teams sind sehr ausgeglichen. Es wird auf jeden Fall spannend.

Wie bewerten Sie die Bedingungen in der Halle.
Sehr gut! Das Eis und die Atmosphäre passen. Nur wenn die Russinnen spielen, ist es extrem laut, da fällt die Kommunikation innerhalb des Teams recht schwer.

Und die paar wenigen Schweizer Fans bekommen Sie mit?
Schon, aber gegen die russischen Fans haben sie keine Chance.

Wie ist das Leben im olympischen Dorf?
Absolut perfekt. Wir haben kurze Wege, das Essen ist gut, haben eine super Wohnung, wir fühlen uns ausgesprochen wohl.

Aber von Olympia werden Sie ausser Curling bisher nicht viel mitbekommen haben?
Am Mittwoch waren wir kurz bei der Frauenabfahrt in Rosa Chutor, sonst nur ein wenig im Olympic Parc. Aber unser Wettkampf dauert lange, wir sind noch eine Weile hier.

Haben Sie sich von der Goldmedaille von Dominique Gisin inspirieren lassen?
Unser Team hat ja auch schon ein paar Goldmedaillen bei EM und WM gewonnen, aber es ist natürlich schön, dass die Schweiz bereits vier Medaillen hat, und ich hoffe, es geht so weiter.

Irgendwann dann auch dank Ihnen und Ihrem Team?
Es wäre schön, wenn wir etwas dazu beitragen können. Wir kämpfen auf jeden Fall dafür.

Erstellt: 13.02.2014, 11:06 Uhr

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