Gold für Leutschenbach

Nach neun Winterspielen vor Ort sitzt unser Autor dort, wo alles begann. Vor dem Fernseher. Und er ist angetan vom «Sotschi Player».

Service aus Leutschenbach: Der «Sotschi Player» stellt die nachbarliche TV-Konkurrenz in den Schatten.

Service aus Leutschenbach: Der «Sotschi Player» stellt die nachbarliche TV-Konkurrenz in den Schatten. Bild: Keystone

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Trotz grösster Vorsicht und akribischer Planung kann es passieren, dass mir etwas durch die Lappen geht. So hat ein unvorsichtiger Besuch der Toilette dazu geführt, dass ich das zum «Miracle» führende Anschlusstor der Schweizerinnen im letzten Drittel verpasst habe. Was früher ein Ärger gewesen wäre, ist heute kein Problem mehr. Das verdanken wir den Kabelanbietern, die für uns alles aufzeichnen und sofort abrufbar machen. Der «Sotschi Player» aus Leutschenbach liefert den perfekten Service und lässt die Konkurrenten der ARD und des ORF weit hinter sich. Hier kann ich jede Live-Übertragung jederzeit zurückspulen. Und viel mehr dazu.

Es ist Olympia total mit der Auswahl von sechs Kanälen. Neben SRF kann ich mir auch das Programm der Welschen von TSR und der Tessiner anschauen, und wenn mir das nicht genügt, habe ich drei weitere Kanäle zur Verfügung. So entging oder entgeht mir nicht einmal ein Training der Ab- oder der Bobfahrer. Gerade jetzt, beim Schreiben dieser Zeilen, könnte ich mich kommentarlos mit Beat Hefti und seinem Vierer in die Eisrinne stürzen. Könnte, wenn ich mich nicht auf Fanny Smith, Kathrin Müller und Sanna Lüdi konzentrieren müsste. Was aber kein Problem ist. Weil die Viertelfinals beim Skicross wegen eines Sturzes und jetzt auch Nebels unterbrochen sind, spule ich vor- und rückwärts, bis ich den heftigen Vierer finde. Verpasstes lässt sich auch in den Clips nachschauen, die nach jedem Ereignis aufgeschaltet werden und gleich neben dem Bildschirm zu finden sind. Ein heisser Stein zum Beispiel aus dem Bronzespiel Schweden gegen China. Ich kann auch die meistgesehenen Ausschnitte anklicken. Iouri Podladtchikov belegt hier Platz zwei hinter Slopestyler Sage Kotsenburg.

Doch damit nicht genug: Wenn ich will, kann ich mir jedes Ereignis dieser Spiele noch einmal anschauen. Von Dominique Gisins Goldfahrt bis zum Qualifikationsspiel der Gruppe B zwischen den Eishockeyanerinnen von Schweden und Japan. Einmarsch inbegriffen.

Ein paar Fragen bleiben allerdings: Will ich das? Oder auch: Wer tut sich das an? Und vor allem: Wie oft muss ich hin und her spulen, wenn ich in den Skicross-Aufzeichnungen den Wurm finden will, der hier ganz offensichtlich drin ist. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 21.02.2014, 13:29 Uhr

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