Goldene Show von Gisin und Podladtchikov

Dominique Gisin und Iouri Podladtchikov erleben nach ihrem Olympiasieg ergreifende Momente im House of Switzerland und teilen ihre Emotionen.

Herzergreifend: Iouri Podladtchikov nimmt Dominique Gisin während der Medaillenfeier in den Arm.
Video: Sebastian Rieder

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Es war ein langer, langer Tag für Dominique Gisin. Über zehn Stunden musste sie warten, bis sie ihre Goldmedaille endlich im Olympiapark von Sotschi entgegennehmen durfte. «Es ist verrückt, es fühlt sich an wie ein Traum, aber es ist die Realität», sagte Gisin nach ihrem Triumph in der Abfahrt. «Es ist unglaublich, dass ich einen solchen Tag erleben darf.» Dass sie ihren Sieg mit der zeitgleichen Tina Maze aus Slowenien teilen musste, machte ihr gar nichts aus. «Völlig egal», sagte die 28-jährige Engelbergerin mit einem breiten Grinsen.

Flankiert von Iouri Podladtchikov liess Dominique Gisin ihren Emotionen freien Lauf und schüttete ihr Herz aus. «Ich habe so an diesen Tag geglaubt», sagte sie und beschrieb ihren beschwerlichen Weg zum ultimativen Erfolg. «Ich hatte so viele Verletzungen und Rückschläge in meiner Karriere. Es gab Momente in meinem Leben, wo ich nicht mehr an so einen Erfolg geglaubt habe, ich habe in meiner Laufbahn wirklich um jeden Millimeter gekämpft.»

Der anstrengende Parcours nach dem Triumph

Gekämpft hatte auch Iouri Podladtchikov, vor allem gegen die Müdigkeit. «Diese vielen Interviews und Fragen sind schon sehr anstrengend», sagte der 25-jährige Zürcher. Zeit zur Erholung hat er keine, schon am Donnerstag landet er in Zürich. «Jetzt wollen alle wissen, wann ich nach Hause komme, sonst interessiert das niemanden.» Immerhin konnte der Snowboarder nach seinem Goldrausch und nach einer langen Siegesnacht ausschlafen. Den ersten Medientermin am Mittag verpasste er dennoch um über eine halbe Stunde und versteckte seine kleinen Augen hinter einer dunklen Sonnenbrille.

Auch auf dem Weg zur Medaillenfeier liess sich Podladtchikov viel Zeit, bis er seinen Fans auf der Bühne im House of Switzerland die Medaille präsentierte. «Wenn ich so einen verträumten Tag habe wie heute, habe ich Angst, dass ich etwas verliere. Da bin ich ein bisschen paranoid», sagte der Halfpipe-König und drückte das goldene Edelmetall schützend an sein Herz. «Die Medaille fühlt sich sehr zerbrechlich an. Ich habe Angst, dass sie einen Kratzer kriegt.»

Erstellt: 12.02.2014, 22:49 Uhr

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