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Ein Hoch auf Zürcher StreamingOper jetzt!

Mit Streaming kommen wir in das Land des Lächelns. Und rufen gleich auch Rossini, Mozart, Brahms vor den Vorhang. Ein Bravo für das digitale Angebot des Opernhauses.

Vorspiel zur Operette: Szene aus «Das Land des Lächelns».
Vorspiel zur Operette: Szene aus «Das Land des Lächelns».
T+T Fotografie Toni Suter

Sauerteigbrot selber machen ist gut. Die Oper neu entdecken ist besser. Denn auch Oper macht glücklich – und führt uns in eine Welt voller Farben, wo alles zutiefst menschlich ist. Manchmal ist hier das Land des Lächelns zu sehen, und der Tenor singt: «Dein ist mein ganzes Herz, / wo du nicht bist, / kann ich nicht sein.» Der Weg dorthin ist ganz leicht: einfach opernhaus.ch eingeben.

Natürlich, so mag man einwenden, ist Streaming nicht die ganze Oper. Es gibt viele Argumente dagegen: Der Blick ist gelenkt, der Bildschirm zu klein, und nichts ersetzt das Gespräch in der Pause. Ohne Streaming gäbe es aber überhaupt nichts, das Opernhaus ist ja bis Ende Januar zu. «Das Land des Lächelns» wäre also unerreichbar. Digital aber bleibt das Opernhaus weiterhin präsent. Und das ist sehr gut so.

Schauen wir mal in den Corona-Spielplan hinein. Aktuell im Video-on-Demand-Angebot: Vincenzo Bellinis «I Capuleti e i Montecchi» (bis 1. Febr.), eben «Das Land des Lächeln», die Operette von Franz Lehár (bis 25. Jan.). Alles eine Empfehlung, auch wenn man von zu pinken Netflix-Musicals genug hat.

Blick hinter die Bühne

Und es gibt noch mehr. «Curtain Calls» heisst die neue Serie des Opernhauses. Zum 60-Jahr-Jubiläum des Internationalen Opernstudios hat man sich etwas sehr Spezielles ausgedacht: Grosse Sängerinnen und Sänger gestalten mit jungen Talenten einen Konzertabend.

Die internationalen Opernstars sind: Benjamin Bernheim, Diana Damrau, Anita Bonitatibus, Thomas Hampson. Sie erarbeiten mit jungen Sängerinnen und Sängern des Internationalen Opernstudios Szenen aus Opern und auch Lieder. Präsentiert wird nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Weg zu Mozart, Verdi, Schumann oder Brahms.

Es sind kleine Meisterkurse, die da gegeben werden, voller Ermunterungen für die neue Generation. Und gerne hören wir den jungen Sängerinnen und Sängern zu. «Wenn ich auf der Bühne bin, bin ich in einer völlig anderen Welt, irgendwo, wo die Zeit anders fliesst und ich sein kann, wie ich will», sagt die Sängerin Lina Dambrauskaité. Es braucht nur einen Klick, schon ist man mit ihr auf dem Weg. Das Sauerteigbrot kann warten.

Curtain Call, Konzerte und Blick hinter die Bühne, bis 17. Jan.

4 Kommentare
    Eva Sattler-Büchner

    Ganz grosses Angebot. Leider ist die Registrierung sehr mühsam und auf das Bestätigungsmail warte ich schon die ganze Nacht. So habe ich "Rusalka", auf die ich mich wie ein Kind gefreut hsbe, durch Bellini ersetzt: der Zugang zur Wiener Staatsoper war unkompliziert und einfach.