Englischer Tauchgang

Der Club-Exzentriker der Saison, Daniel Avery, bietet grosses Drama.

Seine neue Platte «Drone Logic» ist ein Tanzbefehl – die Musikpresse zieht mit.

Seine neue Platte «Drone Logic» ist ein Tanzbefehl – die Musikpresse zieht mit.

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Unwiderstehlich, dieser Anfang. Anschwellender Gesang wie von Sirenen, Breakbeats, eine wummrige Basslinie, fiepsende Synths. Und dann löst sich aus dem Äther eine Art Tanzbefehl, portiert von einer Männerstimme: «Water Jump.» Natürlich springt man. Keine Frage. Rein in den Malstrom. Rein ins Album des britischen Produzenten Daniel Avery. Die Platte «Drone Logic» kann man auch als ein Tauchgang in die englische Club-Geschichte verstehen. Das Titelstück ist eine verwegene Hommage an Underworld, anderswo schimmern Referenzen an das Label Warp oder Four Tet durch. Und gleichzeitig ist das alles Daniel Avery: klassizistischer Dance, aber nicht anbiedernd. Grosses Drama, aber nicht pompös. Die britischen Kritiker jubeln unisono, von «Guardian» bis Mixmag. Aus gutem Grund. Bereits als er noch unter dem Namen Stopmakingme ­auflegte, war Daniel Avery Resident DJ des angesagten Londoner Fabric Club. Am Mischpult ging und geht es ihm darum, die Energien sauber auszupegeln, wenn unterschiedliche Genres miteinander kollidieren. Wie auf seinem Album.

Eintritt 25 Franken

(tipp)

Erstellt: 23.10.2013, 13:45 Uhr

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