373-Tonnen-Findling stört Strassenbau

Ein Felsbrocken musste in Muri bei Bern verschoben werden. Weil ein gewöhnlicher Kran nicht reichte, mussten Spezialisten her.

Überraschte die Strassenbauer: Findling bei Muri im Kanton Bern. Video: SDA

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Ein fast 400 Tonnen schwerer Findling ist am Mittwoch in Muri bei Bern verschoben worden. Die technisch aufwendige Aktion war nötig, damit die Autobahnausfahrt aus Richtung Thun verlängert werden kann.

Dass dabei ein Findling im Weg liegt, war den Planern bekannt. Er sass aber zu einem grossen Teil im Erdreich. Erst als man ihn ausgrub, stellte sich heraus, dass er bedeutend grösser und schwerer ist als angenommen.

Deshalb konnte er nicht einfach mit Hilfe von Kranfahrzeugen umplatziert werden. Er konnte auch nicht in mehrere Teile geschnitten oder gesprengt werden, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) schreibt. Schliesslich handle es sich um einen bedeutenden naturgeschichtlichen Zeugen.

Rund 2,5 Meter weit verschoben

Eine spezialisierte Firma hat nun die Verschiebung vorgenommen. Sie montierte links und rechts des Findlings sogenannte Verschubbahnen. Dann wurde der Koloss mit Presswerkzeugen angehoben und auf den Bahnen rund 2,5 Meter weit weggeschoben. Im Rahmen des Verschubs konnte das genaue Gewicht gemessen werden. Mit 373 Tonnen handelt es sich um einen der grössten Findlinge im Kanton Bern. Das Bauprogramm beim Anschluss Muri kann nun normal weitergeführt werden. Die Hauptarbeiten werden laut Astra voraussichtlich Ende Jahr abgeschlossen.

(jd/sda)

Erstellt: 09.05.2018, 18:33 Uhr

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