Bub? Mädchen? Buschbrand!

Ein US-Grenzpolizist wollte in einer feierlichen Aktion das Geschlecht seines Babys bestimmen – und löste ein riesiges Feuer aus.

Der US-Forest-Service hat ein Video veröffentlicht, in dem der Ursprung des sogenannten «Sawmill Fire» zu sehen ist. (Video: Storyful)

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Mit einer fehlgeschlagenen Aktion, um das Geschlecht seines Nachwuchses feierlich zu verkünden, hat ein Mann in den USA einen riesigen Buschbrand ausgelöst. Ein von den US-Forstbehörden veröffentlichtes Video aus dem Bundesstaat Arizona findet derzeit in Medien und im Internet grossen Widerhall.

Es zeigt zunächst eine in der freien Natur aufgestellte Box, auf der «Junge» und «Mädchen» steht. Dann ist ein lauter Knall zu hören, die Kiste explodiert, grauer und blauer Rauch steigt auf - und das trockene Gras in der Umgebung fängt sofort Feuer. Das Video zeigt den Ursprung des sogenannten «Sawmill Fire», das im April 2017 in Green Valley in Arizona rund 19.000 Hektar Land verwüstete. Die Feuerwehr war damals rund eine Woche im Einsatz.

Der Grenzpolizist Dennis Dickey bekannte sich vor der Justiz schuldig, das Feuer ausgelöst zu haben. Er hatte die Box mit einer hochexplosiven Substanz gefüllt und mit einem Schuss zur Detonation gebracht. Die Farbe des aufsteigenden Rauchs sollte enthüllen, welches Geschlecht sein erwarteter Nachwuchs haben wird - blau steht dabei für einen Jungen, rosa für ein Mädchen.

Teures Nachspiel für den Sünder

Solche sogenannten gender reveal parties erfreuen sich in den USA zunehmender Beliebtheit. Allerdings sind die Feiern in der Regeln weniger explosiv: Die Farbe - und damit das Geschlecht des Nachwuchses - wird beispielsweise enthüllt, indem ein Banner entrollt oder ein Kuchen angeschnitten wird.

Für Dennis Dickey hatte die Aktion ein teures Nachspiel: Er wurde im September zur Zahlung von 8,2 Millionen Dollar (7,3 Millionen Euro) Schadenersatz und zu einer fünfjährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. (afp)

Erstellt: 29.11.2018, 10:17 Uhr

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