Nach LKW-Unfall auf A1: Stau löst sich auf

Die stundenlange Totalsperre der A1 bei Luterbach SO ist aufgehoben. Der Verkehr rollt wieder in beide Richtungen.

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Bei einem Lastwagenunfall auf der A1 bei Luterbach SO sind am Dienstagmittag zwölf Personen zum Teil schwer verletzt worden. Die Autobahn musste in beiden Richtungen für mehrere Stunden gesperrt werden, was zu einem Verkehrschaos in der Region Solothurn führte.

Gemäss ersten Erkenntnissen der Solothurner Kantonspolizei durchbrach um 12.30 Uhr ein Lastwagen, der auf seinem Anhänger einen 25 Tonnen schweren Steinbrecher transportierte, bei der Verzweigung Luterbach aus noch nicht bekannten Gründen die Mittelleitplanke.

«Das hätte auch anders ausgehen können»

Auf der Gegenfahrbahn kollidierte er mit einem Lastwagen und einem Kleinbus, in dem neun Personen sassen, darunter drei Kinder. Auch ein Personenwagen wurde in Mitleidenschaft gezogen; er landete beim Unfall auf dem Dach.

Lebensbedrohlich verletzt wurde beim Unfall niemand, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur sda. Die meisten Verletzten hätten lediglich leichte Blessuren davongetragen, darunter auch die drei Kinder. Mehrere Verletzte hätten bis am Abend das Spital wieder verlassen können.

«Das hätte auch anders ausgehen können», sagte der Polizeisprecher mit Verweis auf die schweren, in den Unfall verwickelten Fahrzeuge. Verletzt wurden die Insassen des Kleinbusses sowie die Personen, die die Lastwagen und den Personenwagen gesteuert hatten.

Für die Bergung der Verletzten standen die Feuerwehr, fünf Ambulanzen, zwei Rega-Helikopter und ein Grossaufgebot der Polizei im Einsatz. Für Angehörige richtete die Polizei eine Hotline ein.

Strasse um 17 Uhr teilweise frei gegeben

Um 17 Uhr konnte der Verkehr in Richtung Bern die Unfallstelle zunächst über den Pannenstreifen passieren. Eine erste Fahrspur der A1 wurde um 18 Uhr freigegeben.

Der Unfall führte zu einem gewaltigen Stau, wie eine Drohnenaufnahme zeigt. Video: Youtube/Watson

Ab 19 Uhr kam auch der Verkehr Richtung Zürich wieder ins Rollen und der Stau löste sich rasch auf. Allerdings ist die Unfallstelle nur mit reduzierter Geschwindigkeit befahrbar.

Verkehrschaos im Raum Solothurn

Die mehrstündige Totalsperrung der wichtigsten Schweizer Ost-West-Achse löst im Grossraum Solothurn ein Verkehrschaos aus. Die Autos stauten sich auf beiden Seiten der Unfallstelle schon nach kurzer Zeit auf einer Länge von zehn Kilometern und mehr.

Dadurch kam auch der Verkehr auf dem regionalen Strassennetz an mehreren Stellen zum Erliegen. Viasuisse meldete Staus auf den Hauptstrassen zwischen Biel und Solothurn, Egerkingen und Solothurn sowie zwischen Kirchberg und Langenthal.

Die SBB reagierte schnell auf den Unfall und das Bedürfnis nach mehr Transportkapazität auf der Ost-West-Achse. Sie stellte in Bern, Olten, Basel und Zürich Extrazüge und das entsprechende Personal bereit, um sie bei einem Bedarf loszuschicken. Doch «dank der frühen Eröffnung der A1» hätten diese Züge nicht eingesetzt werden müssen, erklärte ein SBB-Sprecher am Abend. Auch seien nicht spürbar mehr Passagiere mit dem Zug gereist. (wid/sda)

Erstellt: 27.05.2014, 18:57 Uhr

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