Steinbock überrascht Autofahrer auf der A13

Ein Steinbock hat sich auf die St. Galler Autobahn verirrt. Laut dem Wildhüter ist das Tier schon seit Donnerstag im Gebiet.

Überraschte Velo- und Autofahrer in Oberriet: Ein einsamer Steinbock. Video: Leserreporter/Tamedia

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Im st.gallischen Oberriet kam es am Samstag zu einer aussergewöhnlichen Begegnung: Wie «Top Online» berichtete, entdeckte ein Autofahrer einen Steinbock auf der A13. Der Mann sei ausgestiegen und habe das Tier zurück in die Wiese getrieben.

Am selben Nachmittag ging bei der Kantonspolizei St. Gallen ein Notruf wegen des Steinbocks ein. Das Tier war erneut auf der Autobahn gesehen worden. Den ausgerückten Polizisten gelang es, das Tier von der Fahrbahn in Richtung Schloss Blatten zu treiben. Da der Steinbock sich anschliessend fressend den Bahnschienen entlang fortbewegte, wurden auch die SBB informiert. «Schliesslich verliess der Bock auch diese Gefahrenzone und zog sich zwischen die Mauern des Schlosses Blatten zurück», schreibt die Polizei.

Laut Wildhüter Mirko Calderara dürfte der Steinbock acht bis neun Jahre alt sein. «In der Paarungszeit kommt es immer wieder einmal vor, dass sich die Steinböcke entscheiden, ein neues Gebiet zu erschliessen», so Calderara gegenüber «Top online». So sei es möglich, dass der Steinbock auf die andere Seite gelangen wollte und keinen anderen Weg als über die Autobahn fand. Wie der Wildhüter bestätigt, ist der Steinbock schon seit Donnerstag im Gebiet Oberriet unterwegs.

Es bestehe also durchaus die Möglichkeit, dass Anwohner und auch Autofahrer in nächster Zeit wieder von einem Steinbock überrascht werden könnten, so der Wildhüter. Er rät dazu, aufmerksam zu fahren und abzubremsen, aber nicht bewusst anzuhalten. Stattdessen solle man lieber langsam weiterfahren und die Polizei informieren.

Übernommen von 20 Minuten, bearbeitet von Tagesanzeiger.ch/Newsnet.

Erstellt: 02.12.2018, 14:31 Uhr

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