Stricklers Raubkatzen wohnen bald im Jura

Jahrelang zeichnete sich keine Lösung für den Raubtierpark in Subingen SO ab. Im Herbst sollen die Tiere nun in den Berner Jura ziehen.

Der Park hätte gemäss Gerichtsentscheid bis spätestens Sommer 2016 geräumt werden müssen: Tiger liegen in einem Gehege im Raubtierpark in Subingen. (24. Februar 2016)

Der Park hätte gemäss Gerichtsentscheid bis spätestens Sommer 2016 geräumt werden müssen: Tiger liegen in einem Gehege im Raubtierpark in Subingen. (24. Februar 2016)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Raubtierpark von René Strickler in Subingen SO, der seit Jahren wegen Zwangsräumung nach einer Lösung sucht, will im Sommer die Siky Ranch in Crémines BE übernehmen. Der Raubtierpark soll im Herbst in den Berner Jura ziehen.

Bis es so weit ist, sind noch umfangreiche Umbauarbeiten nötig. Bereits am vergangenen Dienstag sei zwischen den beiden Tierparks eine Vereinbarung unterzeichnet worden, wonach der Raubtierpark die Ranch per 1. Juli 2017 übernehmen werde. Dies teilte die Raubtierpark Subingen AG am Montag mit. Für die Übernahme soll das Aktienkapital um zwei Millionen Franken erhöht werden.

Umzug frühestens im Herbst

Die Tiere können jedoch frühestens im Herbst nach Crémines umziehen, wie die Verantwortlichen schreiben. Bis dahin seien noch umfangreiche Planungs- und Bauarbeiten nötig. So müssten die Anlagen in der Ranch den heutigen Anforderungen, die für Haltung von Raub- und Wildtieren gelten würden, angepasst werden.

In der Siky Ranch werden derzeit Raubvögel und einheimische Tiere gehalten. Der Raubtierpark von René Strickler in Subingen SO hätte eigentlich gemäss Gerichtsentscheid bis spätestens im Sommer des vergangenen Jahres geräumt worden sein müssen.

Fristerstreckung erzielt

Mit einer Beschwerde ans Bundesgericht gegen den Entscheid des Solothurner Obergerichts, das ein erstinstanzliches Urteil des Bezirksgerichts für die Räumung bestätigt hatte, erhielten die Verantwortlichen des Parks eine weitere Fristerstreckung. Die Verantwortlichen prüften den Kauf der Parzelle. Es habe sich aber gezeigt, dass die Verhandlungen mit dem heutigen Besitzer nicht einfach seien, teilte der Raubtierpark im Herbst mit. Insbesondere habe es bis jetzt keine Zusage für den Teilkauf der Parzelle gegeben.

Aus diesem Grund haben die Verantwortlichen unterschiedliche Schweizer Standorte überprüft, welche nach der Räumung infrage kämen. Die Siky Ranch im Berner Jura hatte sich schon damals als beste Lösung abgezeichnet. (kat/sda)

Erstellt: 06.03.2017, 13:51 Uhr

Artikel zum Thema

Raubtierpark muss Gelände räumen

René Stricklers Lebenswerk steht vor dem Aus. Das Bundesgericht hat entschieden, den Park in Subingen SO zu räumen. Den Raubtieren droht wohl die Todesspritze. Mehr...

Der verzweifelte Dompteur

René Stricklers Raubtierpark in Subingen SO droht die Räumung. Wenn kein Wunder mehr geschieht, sterben seine 18 Raubkatzen durch die Todesspritze. Mehr...

Löwe tötet Praktikantin

In einem kalifornischen Raubtierpark ist eine junge Frau ums Leben gekommen. Sie hatte den Käfig eines Löwenmännchens betreten. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Die Welt in Bildern

Symbole der Hoffnung: 1'500 Tauben wurden vom englischen Künstler Duke Riley mit LED-Lichtern bestückt und bei Thamesmead in den Nachthimmel befreit. Sie symbolisieren die Brieftauben des Ersten Weltkrieges. (20. Juni 2018)
(Bild: John Stillwell/AP Photo) Mehr...