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Anonymes Sammelgrab für 3000 Leichenteile

Tausende Leichenteile konnten nach der Germanwings-Tragödie nicht identifiziert werden. Die Überreste sollen deshalb in einem anonymen Sammelgrab beigesetzt werden.

Germanwings-Absturz: In Frankreich wurde eine Gedenkstelle errichtet. (27. März 2015)
Germanwings-Absturz: In Frankreich wurde eine Gedenkstelle errichtet. (27. März 2015)
Guillaume Horcajuelo, Keystone

Elf Wochen sind seit dem tragischen Flugzeugabsturz mit 150 Toten in Südfrankreich vergangen. Zwar wurden alle Opfer identifiziert, doch rund 3000 gefundene Leichenteile konnten nicht einer bestimmten Person zugeordnet werden.

Deshalb soll nun in der Nähe des Absturzortes ein anonymes Sammelgrab mit den Überresten der Toten errichtet werden, wie «Spiegel Online» berichtet. Das Grabmal soll in der Ortschaft Le Vernet entstehen.

Hilfe bei über 40 Ärzten gesucht

Insgesamt konnten die Ermittler am Absturzort 6000 Leichenteile bergen. Davon konnte jedoch nur die Hälfte identifiziert werden.

Der Co-Pilot Andreas Lubitz hatte den Airbus A320 am 24. März absichtlich abstürzen lassen. Er sperrte den Kapitän aus dem Cockpit, programmierte den Bordcomputer neu und leitete den Sinkflug ein. Das Passagierflugzeug krachte mit rund 750 Kilometer pro Stunde in die französischen Alpen.

Nach ersten Erkenntnissen litt Lubitz unter einer Psychose, da er fürchtete, zu erblinden und deshalb seine Fluglizenz zu verlieren, wie der französische Staatsanwalt Brice Robin berichtete. Lubitz hatte vor der Tat bei über 40 Ärzten Hilfe gesucht, wie erst am Donnerstag bekannt wurde.

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