Bei diesem Flugzeug sitzen die Passagiere im Flügel

Die niederländische Airline KLM tüftelt an einem neuen Flugzeugtyp, der wegen seiner Form weniger Treibstoff verbraucht.

Futuristische Form: Beim V-Plane ist der Antrieb in der Mitte und die Passagiere sitzen in den Flügeln. (Video: Tamedia)

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Sparsame Flugzeuge sind für die unter enormem Kostendruck stehende Aviatikindustrie zentral. Darum experimentiert die Branche laufend an Konzepten mit geringerem Kerosinverbrauch. Ein solches Projekt heisst «Flying V», stammt von der Technischen Universität Delft und wird neu von der niederländischen Fluggesellschaft KLM unterstützt.

Zentral ist dabei der V-förmige Rumpf, wodurch Passagiere und Fracht in den Tragflächen untergebracht werden. Einen konventionellen Rumpf gibt es nicht mehr. Die Triebwerke sind an der Innenseite des V-Rumpfs angebracht. Der Vorteil des futuristischen Fliegers: Er soll rund 20 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als der aktuelle Langstreckenjet Airbus A350, wie KLM in einer Mitteilung schreibt. Die neuartige Maschine hat 314 Sitzplätze, ein A350 je nach Ausbau 300 bis 350.

Fernziel emissionsfreier Flug

KLM sieht sich laut CEO Pieter Elber als Vorreiter. Das Projekt bezeichnet er als «Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Luftfahrt». «Unser oberstes Ziel ist ein emissionsfreier Flug. Radikal neue Flugzeugkonstruktionen sind ebenso wichtig wie neue Antriebsformen» sagt Henri Werij, Dekan der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik der TU Delft.

Beim Flying-V-Konzept trägt der Rumpf aktiv zum Auftrieb des Flugzeugs bei, was einen geringeren Luftwiderstand erzeugt. Zudem ist der futuristische Flieger aufgrund seiner Konstruktion leichter als ein aktueller Langstreckenjet. Gemäss Konzept wird der Flieger mit Kerosin betrieben, soll aber leicht auf elektrischen Antrieb angepasst werden können. Derzeit ist ein Elektroantrieb für Langstreckenflüge aufgrund des hohen Batteriegewichts unrealisitsch.

Der Flying-V ist gemäss Konzept 55 Meter lang und hat eine Spannweite von 65 Metern. Die holländischen Forscher hoffen, noch in diesem Spätsommer ein massstabgetreues Modell der Maschine fliegen zu können. (Tamedia)

Erstellt: 06.06.2019, 15:54 Uhr

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