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Bürgermeister von San Diego tritt wegen Sexskandals zurück

Der Demokrat Bob Filner soll sich gegenüber 18 Frauen ungebührlich verhalten haben. Nach seinem Rücktritt bezeichnet er sich als Opfer einer «öffentlichen Hysterie».

«Niemals irgendjemand sexuell belästigt»: Bob Filner, Ex-Bürgermeister von San Diego, bei einer Pressekonferenz. (23. August 2013)
«Niemals irgendjemand sexuell belästigt»: Bob Filner, Ex-Bürgermeister von San Diego, bei einer Pressekonferenz. (23. August 2013)
Reuters

Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung ist der Bürgermeister der kalifornischen Grossstadt San Diego am Freitag von seinem Amt zurückgetreten. Der Demokrat Bob Filner entschuldigte sich zwar, beklagte aber eine «Hysterie» in der Öffentlichkeit.

«Nicht ein Vorwurf wurde unabhängig bestätigt oder vor Gericht bewiesen. Ich habe niemals irgendjemand sexuell belästigt», beteuerte der 70-Jährige. «Doch es wurde eine Hysterie erzeugt, die viele von Euch genährt haben. Es ist die Hysterie eines Lynch-Mobs.»

«Unbeholfenheit und Überheblichkeit»

Insgesamt hatten sich 18 Frauen öffentlich über ungebührliches Verhalten des Bürgermeisters beschwert, doch nur eine, seine Kommunikationsdirektorin Irene McCormack, reichte auch Klage ein. McCormack wirft ihm vor, ihr gesagt zu haben, er wolle mit ihr schlafen, sie in Unterwäsche arbeiten sehen und sie heiraten.

Filner sagte am Freitag, er habe nur «persönliche Beziehungen aufbauen» wollen, sich aber womöglich aus «Unbeholfenheit und Überheblichkeit» aufdringlich verhalten.

SDA/fko

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