Fünfjähriger Bub stirbt bei schwerem Busunglück

Bei einem Überholmanöver ist ein Reisecar in Thüringen eine Böschung hinuntergestürzt. Ein Kind starb, weitere wurden schwer verletzt.

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Bei einem schweren Reisebus-Unfall in Deutschland ist ein Fünfjähriger ums Leben gekommen. Mindestens fünf weitere Kinder seien bei dem Unfall nahe Erfurt schwer verletzt worden, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei. Es gebe zudem mehrere Leichtverletzte.

Nach ersten Erkenntnissen überholte der mit 60 Kindern und vier Erwachsenen besetzte Bus gegen 14.30 Uhr auf der Autobahn A4 zwischen den Ausfahrten Erfurt Ost und Vieselbach einen Lastwagen. «Beim Einscheren auf die rechte Spur verlor der Fahrer offenbar die Kontrolle und kam von der Fahrbahn ab», zitiert «Bild.de» einen Polizeisprecher. Der Buslenker sei eine Böschung hinauf gefahren, dann sei das Fahrzeug neben dem Standstreifen der Autobahn umgestürzt.

Ob der Unfall auf einen Defekt am Bus oder einen Fahrfehler zurückgeht, ist bislang unklar. Die Polizei erhofft sich dazu nähere Erkenntnisse von einem Sachverständigen sowie Aussagen von Zeugen.

Auf dem Rückweg von einer Sprachreise

Ein Grossaufgebot von Rettungskräften war vor Ort. Die Kinder stammen nach Polizeiangaben aus dem sächsischen Annaberg-Bucholz und sind gemäss «Bild.de», bis auf den Fünfjährigen, 13 bis 14 Jahre alt. Bei dem toten Bub handele es sich um den Sohn einer Lehrerin. Der in Österreich zugelassene Reisebus war in Richtung Dresden unterwegs. Die Jugendlichen waren auf dem Rückweg von einer Sprachreise in Grossbritannien. Laut «Thüringer Allgemeine» waren die Eltern des verstorbenen Kindes mit im Bus. Sie hätten gemeinsam ein älteres Geschwisterkind abgeholt, das mit auf der Sprachreise war, heisst es.

Die Autobahn A4 wurde für die Bergungsarbeiten für mehrere Stunden gesperrt. Insgesamt wurden gemäss «Thüringer Allgemeine» sieben Schwerverletzte mit Rettungswagen und Helikoptern in umliegende Spitäler gebracht. 49 Kinder und Erwachsene seien von der Polizei mit einem Bus in eine Erfurter Feuerwache gebracht worden. Zahlreiche Rettungskräfte und 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz. (mlr/sda)

Erstellt: 30.10.2015, 18:37 Uhr

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