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«Thomas N. sah verwahrlost aus und war bleich»

Der Vierfachmörder von Rupperswil trainierte regelmässig in einem Fitnessstudio im Aarauer Stadtzentrum. Der Clubbesitzer hat beobachtet, wie sich Thomas N. veränderte.

kat

Dreimal wöchentlich trainierte der Vierfachmörder Thomas N. im Fitnessstudio «Step by Step» in Aarau. Er wurde dort als sehr introvertiert wahrgenommen und trug den Spitznamen «Handyman», weil er sehr oft mit seinem Mobiltelefon beschäftigt war.

«Ich habe ihn unzählige Male angesprochen und ihm Hallo gesagt. Er hat nie etwas darauf erwidert», sagt Clubbesitzer Marcel Christen zur «Tele M1». «Er war überhaupt nicht offen gegenüber Menschen.» Die Fitnessstudio-Mitarbeiter hätten beobachtet, wie sich Thomas N. während der Zeit nach der Tat veränderte: «Er sah verwahrlost aus und bleich und war unrasiert», sagt Christen weiter.

Täter finden oder Daten schützen? Röhrchen mit DNA in einem Labor. (Archivbild)
Täter finden oder Daten schützen? Röhrchen mit DNA in einem Labor. (Archivbild)
Reuters
Thomas N. war Trainer einer Juniorenmannschaft in der Region.
Thomas N. war Trainer einer Juniorenmannschaft in der Region.
ZVG
Sie verteidigt den Vierfachmörder von Rupperswil: Die Aargauer Rechtsanwältin Renate Senn.
Sie verteidigt den Vierfachmörder von Rupperswil: Die Aargauer Rechtsanwältin Renate Senn.
strafverteidiger.ch
Matthias Fricker hat 2012 im Kanton Aargau den später verurteilten Mörder Daniel H. verteidigt. Er weiss, was seine Berufskollegin Renate Senn durchmacht. In einem Interview mit der «Aargauer Zeitung» äussert sich der Anwalt dazu. (29. Februar 2012)
Matthias Fricker hat 2012 im Kanton Aargau den später verurteilten Mörder Daniel H. verteidigt. Er weiss, was seine Berufskollegin Renate Senn durchmacht. In einem Interview mit der «Aargauer Zeitung» äussert sich der Anwalt dazu. (29. Februar 2012)
Steffen Schmidt, Keystone
Thomas N. war Trainer einer Juniorenmannschaft in der Region.
Thomas N. war Trainer einer Juniorenmannschaft in der Region.
ZVG
Hier wohnte der Täter: Blick in den Garten des Hauses in Rupperswil AG.
Hier wohnte der Täter: Blick in den Garten des Hauses in Rupperswil AG.
Bekannte beschreiben ihn als Einzelgänger: In diesem Haus in Rupperswil wohnte der Täter.
Bekannte beschreiben ihn als Einzelgänger: In diesem Haus in Rupperswil wohnte der Täter.
Stefan Hohler
Der Täter ist gefasst: Barbara Loppacher, leitende Staatsanwältin, informiert in Schafisheim AG über den Vierfachmord von Rupperswil (13. Mai 2016).
Der Täter ist gefasst: Barbara Loppacher, leitende Staatsanwältin, informiert in Schafisheim AG über den Vierfachmord von Rupperswil (13. Mai 2016).
Alexandra Wey, Keystone
Hauptmann Markus Gisin, Abteilungschef Kriminalpolizei, und Barbara Loppacher (13. Mai 2016).
Hauptmann Markus Gisin, Abteilungschef Kriminalpolizei, und Barbara Loppacher (13. Mai 2016).
Alexandra Wey, Keystone
Vertreter der Polizei und der Staatsanwaltschaft an der Medienkonferenz.
Vertreter der Polizei und der Staatsanwaltschaft an der Medienkonferenz.
Keystone
Der Vierfachmord von Rupperswil gehört zu den grössten Fällen der Schweizer Kriminalgeschichte: Polizisten am Tatort (21. Dezember 2015).
Der Vierfachmord von Rupperswil gehört zu den grössten Fällen der Schweizer Kriminalgeschichte: Polizisten am Tatort (21. Dezember 2015).
Patrick B. Kraemer
Die Tat: Am 21. Dezember 2015 werden in Rupperswil AG eine Mutter, ihre zwei jugendlichen Söhne und die Freundin des älteren Sohnes brutal ermordet. Ein Brand soll die Spuren der Tat verwischen. Ein Kriminaltechniker am Tatort.
Die Tat: Am 21. Dezember 2015 werden in Rupperswil AG eine Mutter, ihre zwei jugendlichen Söhne und die Freundin des älteren Sohnes brutal ermordet. Ein Brand soll die Spuren der Tat verwischen. Ein Kriminaltechniker am Tatort.
Patrick B. Kraemer, Keystone
Spurensuche: Die Ermittler haben sich in Spitälern und Apotheken nach Verdächtigen erkundigt. Hier sind sie im Gespräch mit Anwohnern. (24. Dezember 2015)
Spurensuche: Die Ermittler haben sich in Spitälern und Apotheken nach Verdächtigen erkundigt. Hier sind sie im Gespräch mit Anwohnern. (24. Dezember 2015)
Walter Bieri, Keystone
Hinweise: Diese Wohlener Apotheke sollen am Tag der Tat zwei Unbekannte mit Schnittwunden betreten haben.
Hinweise: Diese Wohlener Apotheke sollen am Tag der Tat zwei Unbekannte mit Schnittwunden betreten haben.
Screenshot Tele Züri
Zeugen gesucht: Die Polizei veröffentlichte ein Bild des 48-jährigen Opfers Carla S., das sie in der Filiale der Aargauischen Kantonalbank in Wildegg zeigt. (24. Dezember 2015)
Zeugen gesucht: Die Polizei veröffentlichte ein Bild des 48-jährigen Opfers Carla S., das sie in der Filiale der Aargauischen Kantonalbank in Wildegg zeigt. (24. Dezember 2015)
Walter Bieri, Keystone
In der Kirche in Rupperswil wurde der Gedenkgottesdienst für die Opfer des Vierfach-Mordes abgehalten. (8. Januar 2016)
In der Kirche in Rupperswil wurde der Gedenkgottesdienst für die Opfer des Vierfach-Mordes abgehalten. (8. Januar 2016)
Keystone
Im Gedenken an die Nummer 9: Die C1-Junioren des FC Aarau widmeten ihrem ermordeten Team-Mitglied einen Sieg. Sein Trikot war immer dabei.
Im Gedenken an die Nummer 9: Die C1-Junioren des FC Aarau widmeten ihrem ermordeten Team-Mitglied einen Sieg. Sein Trikot war immer dabei.
SVS-Hallen-Masters
Ernüchterung: Die gefundenen DNA-Profile erzielten keine Treffer in den Datenbanken. Aargauer Ermittler und Staatsanwälte informierten in Schafisheim AG. (18. Februar 2016)
Ernüchterung: Die gefundenen DNA-Profile erzielten keine Treffer in den Datenbanken. Aargauer Ermittler und Staatsanwälte informierten in Schafisheim AG. (18. Februar 2016)
Alexandra Wey, Keystone
Die Aargauer Behörden setzen eine Prämie von 100'000 Franken für Hinweise aus, die zur Festnahme der Täter führen könnten.  (18. Februar 2016)
Die Aargauer Behörden setzen eine Prämie von 100'000 Franken für Hinweise aus, die zur Festnahme der Täter führen könnten. (18. Februar 2016)
Alexandra Wey, Keystone
Eine Sonderkommission aus rund 40 Ermittlern bearbeitet den Fall. Barbara Loppacher und Markus Gisin, der Leiter der Aargauer Kriminalpolizei. (18. Februar 2016)
Eine Sonderkommission aus rund 40 Ermittlern bearbeitet den Fall. Barbara Loppacher und Markus Gisin, der Leiter der Aargauer Kriminalpolizei. (18. Februar 2016)
Alexandra Wey, Keystone
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Offenbar hatte Thomas N. auch ständig jenen Rucksack dabei, den die Polizei bei einer Hausdurchsuchung am Donnerstag, 12. Mai 2016, gefunden hatte. Darin befanden sich zu dem Zeitpunkt Fesselungsmaterialien sowie eine alte Armeepistole. Thomas N. hatte seine nächste Tat bereits geplant.

Augenzeuge berichtet von der Festnahme

Die Festnahme von Thomas N. erfolgte offenbar in einer Starbucks-Filiale in Aarau. Michael Grob aus Suhr AG berichtet dem «Blick», wie er die Verhaftung miterlebt hat. Es war Donnerstag vor einer Woche ca. um 8:53 Uhr, als Polizisten bewaffnet durch den Vorder- und den Hintereingang gestürmt seien.

Sofort hätten die Zivilpolizisten Thomas N. ein schwarzes Tuch über das Gesicht gezogen. Nach dem ersten Schock hätte der Festgenommene laut Bericht den Unschuldigen gespielt. «Er sagte, er wisse gar nicht, was überhaupt los sei», so Michael Grob. Die Antwort eines Polizisten sei kurz ausgefallen: «Das geht uns manchmal auch so.»

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