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Die andere Seite der Hochzeit

Die Länge der Schleppe, die Dauer des Kusses, die Zahl der Gäste. Zahlenspiele und Kurioses rund um die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton.

Der Morgen danach: Prinz William und Kate schlendern durch den Buckingham Palast. (30. April 2011)
Der Morgen danach: Prinz William und Kate schlendern durch den Buckingham Palast. (30. April 2011)
Keystone
Händchenhaltend in die Flitterwochen: Prinz William und Kate im Hof des Buckingham Palastes. (30. April 2011)
Händchenhaltend in die Flitterwochen: Prinz William und Kate im Hof des Buckingham Palastes. (30. April 2011)
Keystone
Der belgische Kronprinz Philippe und seine Gattin Mathilde auf dem Weg zum königlichen Empfang.
Der belgische Kronprinz Philippe und seine Gattin Mathilde auf dem Weg zum königlichen Empfang.
Keystone
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Ob man nun Fan der Royals ist oder nicht, eines lässt sich kaum abstreiten: Die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton ist an Pomp und Glamour kaum zu übertreffen. Das Fest des Jahres erscheint einem sogar noch etwas eindrücklicher, wenn man erst einmal einen Blick auf einige Zahlen des Grossanlasses wirft.

Beispielsweise dürften die beeindruckenden 2,70 Meter Gesamtlänge von Kates Schleppe erklären, weshalb Williams Braut nach dem Verlassen so lange brauchte, um in den Rolls Royce zu steigen. Des weiteren wären der dicht gedrängte und durchorganisierte Zeitplan der Festivitäten wohl kaum einzuhalten gewesen, hätten nicht 5000 Polizisten London abgesichert. Zudem sorgten 1000 Gardesoldaten und Musiker für die richtige königliche Atmosphäre. Diese wurde bestimmt sowohl von den 1900 Gästen in der Westminster Abbey, als auch von der Million Feiernden auf der Strasse geschätzt.

Nach dem Fest bleibt der Müll

Während die Royals nach der Hochzeitszeremonie ihre 650 geladenen Gäste mit 10'000 Canapés verwöhnten, gingen die Festivitäten für das gemeine Volk auf rund 5000 Strassenpartys in ganz Grossbritannien weiter.

Nachdem die Partygänger und sonstigen Royal-Fans aus den Strassen Londons abgezogen waren und die schätzungsweise 8500 Journalisten aus aller Welt ihre Berichterstattung abgeschlossen hatten, blieben eigentlich nur noch drei Sachen übrig: 140 Tonnen Abfall auf den Strassen und zwei Küsse der Frischvermählten, die mit 0,7 Sekunden und 1,1 Sekunden doch etwas kurz geraten waren.

Millionenverluste für die Buchmacher

Mehr ärgern als staunen durften einige Buchmacher über die Zahlen, welche ihnen der Grossanlass bescherte. Rund sechs Stunden nach der königlichen Hochzeit in England gewann der neun Jahre alte Wallach Royal Wedding auf der Rennbahn von Fontwell ein Hindernisrennen und bescherte Englands Buchmachern Millionenverluste.

Unzählige Fans hatten landesweit allein des Namens wegen auf den Wallach gesetzt und erhielten das Fünffache ihres Einsatzes als Gewinn. Das Team von Royal Wedding hatte schon vor Wochen angekündigt, mit dem Pferd am Hochzeitstag von Prinz William und Kate Middleton ein Rennen gewinnen zu wollen und setzte den Plan dann auch in die Realität um.

Das Grossereignis im Web

Millionen von Zuschauern verfolgten das Grossereignis am Computerbildschirm, weshalb die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton für riesiges Datenaufkommen sorgte. Die königliche Familie selbst richtete einen sogenannte Webstream auf der Videoseite Youtube ein und verschickte offizielle Twitter-Meldungen.

Der Netzdienstleister Akamai Technologies, der 20 Prozent des Internetverkehrs abwickelt, gab an, die Zahl der Seitenaufrufe hätte am Morgen bei 5,4 Millionen in der Minute einen Höchststand erreicht.

Es sei das sechstgrösste Internetereignis der Welt gewesen. An erster Stelle steht mit grossem Vorsprung weiterhin die Fussballweltmeisterschaft mit 10,4 Millionen Zugriffen in der Minute.

Pilgerstätte in Paris

Während Millionen Menschen in aller Welt vor dem Fernseher die Hochzeit des britischen Prinzen William mit Kate Middleton verfolgten, haben in Paris einige treue Fans seiner Mutter Diana gedacht.

Oberhalb des Tunnels an der Seine, in dem die Prinzessin im August 1997 tödlich verunglückte, legten Anhänger eine rosafarbene Rose nieder. «Wir wissen, dass dein Licht dort oben weiter scheint», stand in einem Gedicht, das eine Frau an dem inoffiziellen Denkmal im Westen der Millionenstadt für Diana ablegte. «Und dass du bei ihnen sein wirst, wenn sie Ja sagen.» Prinz William, der ältere Sohn des britischen Thronfolgers und Dianas, war 15 Jahre alt, als seine Mutter starb.

Eine goldene Flamme, die lange vor dem tödlichen Unfall oberhalb des Tunnels errichtet worden war, wurde nach Dianas Tod zu einer Pilgerstätte für ihre Fans. Bis heute legen Anhänger der «Prinzessin der Herzen» dort Blumen, Briefe und Gedichte nieder. «Wir denken an dich, an diesem besonderen Tag», stand am Freitag auf einem Blatt.

SDA/kpn

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