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Französischer Spiderman klettert für Nepal

Ein 53-jähriger Freikletterer erklomm ein 210 Meter hohes Hochhaus in Paris. Er wollte damit auf die nepalesischen Erdbebenopfer aufmerksam machen – die Polizei verhaftete ihn trotzdem.

Schwindelerregende Höhe: Alain Robert besteigt Hochhäuser ohne Sicherung. (28. April 2015)
Schwindelerregende Höhe: Alain Robert besteigt Hochhäuser ohne Sicherung. (28. April 2015)
Gonzalo Fuentes, Reuters

Aus Solidarität mit den Erdbebenopfern in Nepal hat ein Fassaden-Kletterer den 210 Meter hohen Turm Montparnasse in Paris erklommen. Mit einer Fahne von Nepal in der Tasche kletterte Alain Robert, der als französischer «Spiderman» bekannt ist, an der Fassade des Hochhauses im Zentrum der französischen Hauptstadt hinauf. Der gertenschlanke 53-Jährige brauchte für seine Klettertour – ohne Sicherheitsgurt – weniger als eine Stunde. Oben angekommen wurde der Mann von der Polizei festgenommen.

Der Kletterer wollte nach eigenen Angaben «ein bisschen Unterstützung für die Erdbeben-Opfer» zum Ausdruck bringen, insbesondere für seine «Kollegen, die im Basis-Camp des Everest blockiert» seien. Die nepalesischen Fahnen, die Robert während seines Aufstiegs an der Fassade des Montparnasse-Turmes versuchte anzubringen, wurden vom Wind allerdings rasch weggeweht. Touristen, Kellner, Nachbarn und Passanten verfolgten seine waghalsige Kletter-Tour staunend.

Windfester Kletterer

Es war nicht das erste Mal, dass Robert den Turm Montparnasse mit seinen 59 Stockwerken hinaufkletterte.

«Das allererste Mal war 1995, im Januar, da wehte ein Wind von 120 Stundenkilometern. Es war extrem kalt, das war anstrengend.»

Alain Robert

Danach kletterte er den einzigen Wolkenkratzer in der Pariser Innenstadt im Jahr 2004 erneut hinauf. Ans Aufhören denkt der 53-Jährige noch lange nicht. Seit 1994 kletterte er rund 130 Wolkenkratzer weltweit hinauf, darunter auf den höchsten Turm der Welt, den Burj Khalifa mit 828 Metern in Dubai.

In seinem Metier gehe man «nicht wirklich in Rente», sagte er. Zu seinen bisherigen «Eroberungen» zählen auch der Eiffelturm in Paris und das Empire State Building in New York.

AFP/pst

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