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Fünf Festnahmen nach Angriff auf Air-France-Topmanager

Nachdem die Fluggesellschaft den Sparplan verkündete, rasteten Mitarbeiter völlig aus. In Paris wurden jetzt eine handvoll Verdächtige festgenommen.

Fünf Mitarbeiter wurden nun entlassen: Personalchef der Air France, Xavier Broseta, klettert über den Zaun. (5. Oktober 2015)
Fünf Mitarbeiter wurden nun entlassen: Personalchef der Air France, Xavier Broseta, klettert über den Zaun. (5. Oktober 2015)
Kenzo Tribouillard, AFP
Mit einem Sprung über den Zaun in Sicherheit gebracht: Das Air-France-Vorstandsmitglied Pierre Plissonnier. (5. Oktober 2015)
Mit einem Sprung über den Zaun in Sicherheit gebracht: Das Air-France-Vorstandsmitglied Pierre Plissonnier. (5. Oktober 2015)
Kenzo Tribouillard, AFP
Auch der Chef der Air-France-Personalabteilung, Xavier Broseta, bekam die Wut zu spüren. (5. Oktober 2015)
Auch der Chef der Air-France-Personalabteilung, Xavier Broseta, bekam die Wut zu spüren. (5. Oktober 2015)
AP Photo/Jacques Brinon
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Eine Woche nach den gewaltsamen Übergriffen auf Air-France-Spitzenmanager sind fünf Mitarbeiter der französischen Fluggesellschaft festgenommen worden. Die Verdächtigen seien im Grossraum Paris festgenommen und in Polizeigewahrsam genommen worden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Die Männer arbeiten demnach unter anderem für die Cargo-Sparte der Air France, etwa als Lagerarbeiter. Einige von ihnen gehören informierten Kreisen zufolge der Gewerkschaft CGT an.

Der Angriff aufgebrachter Air-France-Mitarbeiter auf den Personalchef der Fluggesellschaft, Xavier Broseta, und den Langstrecken-Verantwortlichen Pierre Plissonnier hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt.

Es wurden zahlreiche Anzeigen erstattet

Im Streit um einen neuen Sparplan bei Air France hatten hunderte Mitarbeiter am Montag vergangener Woche ein Treffen von Konzernleitung und Betriebsrat in der Zentrale der Fluggesellschaft gestürmt. In dem Tumult wurden Broseta und Plissonnier die Hemden zerrissen, die Spitzenmanager mussten sich über einen Zaun in Sicherheit bringen. Die Bilder davon gingen um die Welt.

Der Air France zufolge wurden bei der Gewalt sieben Menschen verletzt, einer davon schwer. Später identifizierte die Fluggesellschaft rund zehn Mitarbeiter, die an den Übergriffen beteiligt gewesen sein sollen. Air France hat harte Strafen bis hin zu einer Entlassung gegen die Verantwortlichen der Gewalt angekündigt. Zudem wurden zahlreiche Anzeigen erstattet.

Hintergrund der Spannungen bei Air France ist ein neuer Sparplan, durch den bei der kriselnden Fluggesellschaft 2900 Stellen bedroht sind. Dieser «Plan B» sollte nach dem Scheitern von Verhandlungen mit den Pilotengewerkschaften den geplanten Sparplan «Perform 2020» ersetzen. Am vergangenen Freitag nahmen Air-France-Leitung und Pilotengewerkschaften wieder Gespräche auf.

SDA/nab

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