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Gefährliche Bergung der Brennstäbe in Fukushima

Tepco will 1533 Brennstäbe aus dem Atomkraftwerk Fukushima bergen. Die Sicherung dauert ein Jahr und muss mit höchster Vorsicht erfolgen.

Gemäss Umweltaktivisten der «gefährlichste Moment der Geschichte»: Bergungsarbeiten in Reaktor 4.
Gemäss Umweltaktivisten der «gefährlichste Moment der Geschichte»: Bergungsarbeiten in Reaktor 4.
Kimimasa Mayama, Reuters
Die Brennstäbe werden in zylinderförmigen Containern transportiert.
Die Brennstäbe werden in zylinderförmigen Containern transportiert.
Keystone
Ein riesiger Kran mit einem ferngesteuerten Greifer transportiert die Container in ein zweites Becken.
Ein riesiger Kran mit einem ferngesteuerten Greifer transportiert die Container in ein zweites Becken.
Keystone
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Die Betreibergesellschaft des havarierten Atomkraftwerks Fukushima in Japan hat heute mit dem gefährlichen Abtransport von Uran- und Plutonium-Brennstäben aus einem der Reaktoren begonnen. Wie das Unternehmen Tepco mitteilte, sollten die 1533 Brennstäbe aus einem Abklingbecken in einem Reaktorgebäude der Anlage entfernt und umgelagert werden.

Zur Entfernung der Brennstäbe aus dem Reaktor 4 ist ein riesiger Kran mit einem ferngesteuerten Greifer im Einsatz. Mit einem Haken werden die Brennstäbe in einen tonnenschweren Behälter getaucht. Dieser wird dann auf einem Anhänger zu einem anderen, hundert Meter entfernten Becken gebracht.

Anfällig auf Erdbeben

Die in einem Becken in rund 30 Metern Höhe von kleinen Trümmerteilen umgebenen Brennstäbe gelten neben den täglich zunehmenden Massen verseuchten Wassers als eine der grössten Gefahrenquellen auf dem AKW-Gelände. Die voraussichtlich ein Jahr lang dauernde Bergung müsse mit «höchster Vorsicht» erfolgen, erklärte der Chef der Atomaufsichtsbehörde, Shunichi Tanaka.

In Reaktor 4 kam es zwar nicht zur Kernschmelze wie in den anderen drei Reaktoren der Anlage. Doch das Dach des Gebäudes wurde bei Wasserstoffexplosionen weggerissen, und der Reaktor gilt nun als anfällig für Erdbeben. Die Bergung der 1533 Brennstäbe ist ein erster entscheidender Schritt, um die Anlage im Nordosten des Landes zu reinigen und stillzulegen.

Seit dem Atomunglück von Fukushima nach einer Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im März 2011 kämpft Tepco mit den Folgen, darunter etlichen Wasserlecks. Tausende Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser, das zu Kühlzwecken an den beschädigten Reaktoren eingesetzt und in Wassertanks gelagert wird, gerieten dadurch in den Pazifischen Ozean.

afp/sda/czu

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