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Harvey Weinstein zahlt 44 Millionen Dollar an seine Opfer

Der Filmproduzent wendet Zivilklagen seiner mutmasslichen Opfer mit Geld ab, berichtet das «Wall Street Journal».

Konnte er sich freikaufen? Harvey Weinstein bei seiner Anhörung vor dem Gericht in New York am 26. April 2019. Foto: Reuters / Carlo Allegri
Konnte er sich freikaufen? Harvey Weinstein bei seiner Anhörung vor dem Gericht in New York am 26. April 2019. Foto: Reuters / Carlo Allegri

Der ehemalige Hollywood-Filmproduzent Harvey Weinstein hat mit den Opfern, die ihm sexuelle Belästigung vorwerfen, laut Medienberichten eine vorläufige Einigung erzielt. Die Vereinbarung, die sämtliche Opfer und Gläubiger betrifft und auch die Verfahren gegen Weinstein in Kanada und Grossbritannien einschliesst, beläuft sich auf 44 Millionen Dollar (39,4 Millionen Euro), wie das «Wall Street Journal» berichtete.

Die Einigung sei aber noch nicht unterzeichnet worden, berichtet die Zeitung weiter. Aus dem Weinstein-Lager gab es dazu zunächst keine Stellungnahme. Die Einigung betrifft nur die Zivilverfahren gegen den ehemaligen Hollywood-Mogul. Nicht betroffen sei ein Strafverfahren, das in New York gegen Weinstein geführt wird.

Weinstein droht lebenslange Haft

Weinstein steht dort wegen mutmasslicher Vergewaltigung und anderer sexueller Vergehen gegen zwei Frauen ab September vor Gericht. Weinstein hat alle Vorwürfe abgestritten. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

Der einstige Hollywood-Produzent wird von mehr als 80 Frauen beschuldigt, sie sexuell belästigt oder gar vergewaltigt zu haben. Unter ihnen sind Filmstars wie Angelina Jolie, Salma Hayek und Ashley Judd. Angeklagt ist er aber nur in den Fällen zweier Frauen; viele der übrigen Fälle sind verjährt.

Der Fall Weinstein hatte eine weltweite Kampagne gegen sexuelle Belästigung ausgelöst. Unter dem Hashtag #MeToo machten zahlreiche Missbrauchsopfer ihre Erfahrungen öffentlich. Unter den Beschuldigten sind viele Prominente.

AFP/amc

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