Nachruf

«Kurt, du fehlst!»

In St. Gallen fand am Donnerstag die Trauerfeier für Kurt Felix statt. Neben seiner Frau Paola und Hunderten von Fans haben auch viele Prominente dem TV-Entertainer die letzte Ehre erwiesen.

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An der Trauerfeier in der St. Galler Kirche St.?Laurenzen, die mit dem Louis-Armstrong-Stück «What A Wonderful World» zu Ende ging, waren unter den geladenen Gästen zahlreiche Prominente: Neben Frank Elstner, der während des Gottesdienstes sprach, kamen etwa die TV-Moderatoren Harald Schmidt und Guido Cantz sowie der Sänger Peter Kraus und Filmproduzent Arthur Cohn.

Für die vielen geladenen Gäste gab es einen separaten Eingang. Paola Felix und Familie betraten die Kirche über einen Seiteneingang. Journalist Marc Walder eröffnete die Trauerfeier mit diesen Worten: «Lieber Kurt, jawohl, denn das warst Du: Lieb, aufmerksam - darum hast Du die Menschen verstanden. Darum warst Du so erfolgreich und die Gassen leer wann immer Du am Fernsehen zu sehen warst.»

Auch Medienmann Peter Rotenbühler würdigte Felix mit einer Rede. «Ich habe ständig das Gefühl, Kurt schreibt mir nächstens ein SMS mit dem Text: Bitte lächeln. Und schreib doch bitte noch in deinen Text, dass keiner nach mir so eine Quote haben wird wie ich. Aber sag nicht, dass du's von mir hast.» Felix habe den «Teleboy» nicht nur gespielt, sondern sei auch im richtigen Leben ein Stehaufmännchen gewesen.

Immer auf Paola gehört

Der Pfarrer, der viel mit Kurt Felix über den Tod gesprochen habe, zitierte den Verstorbenen so: «Ja , ich habe gelebt, ich habe Irrungen erlebt, aber ich habe gelebt. Wenn ich einmal gehe, stirbt ein glücklicher Mensch. Ich habe ein schönes, erfülltes Leben gehabt.»

«Kurt, du fehlst!», sagte Frank Elstner in seiner Rede: «Wir werden alle sein verschmitztes Lächeln in Erinnerung behalten. Sein ganzes Streben ging danach, die Menschen glücklich zu machen. Gerne denke ich an unsere gemeinsamen Spaziergänge zurück, wir waren seelenverwandt.»

Unter den vielen Prominenten, die Felix die letzte Ehre erwiesen, war auch Art Furrer, ein alter Freund von Kurt und Paola Felix. Vor der Kirche sagte er: «Ich habe Kurt über Paola kennengelernt, 1975 an einem Nachwuchswettbewerb. Danach wurde er mir bei vielen gemeinsamen Wanderungen mit Paola ein guter Freund. Ich möchte Kurt als letzten Gruss danke sagen, danke für seine Verlässlichkeit und Ehrlichkeit.» Auch SRG-Direktor Roger de Weck befand sich unter der Trauergemeinde: «Wie viele Schweizer kannte ich ihn nicht persönlich. Aber er hat dem Schweizer TV-Publikum viel gegeben.»

Arthur Cohn: «Es war immer eine spezielle Begegnung mit ihm. Er hat sich immer für andere interessiert sich selbst zurück genommen. Er hat immer gesagt, man soll seinen Visionen folgen,daran hat er sich auch selbst stets gehalten. Und: Er hat immer auf Paola gehört in seinem Leben.» Und Pepe Lienhard sagte: «Ich habe viel von Kurt profitiert. Er war ein grossartiger und verlässlicher Mann. Er ist auch oft an unsere Konzerte gekommen.»

Bestattung hat bereits stattgefunden

Kurt Felix starb vor zwei Wochen im Kantonsspital St. Gallen. Felix war bereits seit einigen Jahren an Krebs erkrankt. Er hatte sich eine Abdankung im engsten Familienkreis gewünscht. Aus diesem Grund hat die Bestattung bereits stattgefunden. Felix gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten des Fernsehens in der Schweiz und in Deutschland. Mit seinen Sendungen «Teleboy» und «Verstehen Sie Spass?» hat er im deutschsprachigen Raum grosse Bekanntheit erlangt.

Erstellt: 31.05.2012, 14:12 Uhr

(Video: Keystone )

Bildstrecke

Kurt Felix' Karriere in Bildern

Kurt Felix' Karriere in Bildern Von «Teleboy» bis «Ein roter Teppich für...»

Video

Ein Klassiker: Die «Versteckte Kamera» mit der versteckten Fernsteuerung. (Quelle: Youtube.)

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