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Neuer Dok-Film über Prinzessin Dianas Tod sorgt für Zündstoff

Der Titel sagt das Wichtigste über den Inhalt aus: «Unlawful Killing» – rechtswidrige Tötung. Das Königshaus schweigt und stärkt so die Theorie im Film.

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Der Film behandelt den Tod von Prinzessin Diana vom 31. August 1997. Gezeigt wird der umstrittene Dokumentarfilm, der den tödlichen Autounfall in Paris rekonstruiert und die These vertritt, dass es sich damals keineswegs um einen Unfall, sondern um Mord handelte, am kommenden Freitag in Cannes. Hinter dem brisanten Projekt stehen der britische Schauspieler Keith Allen (der Vater von Popstar Lily Allen) und Mohammed al-Fayed, der Vater des mit Diana verunglückten Dodi al-Fayed. Obwohl Mohammed al-Fayed das Projekt finanziell unterstützt und im Film auch ausgiebig zu Wort kommt, wird betont, dass es sich um ein Projekt von Keith Allen und nicht Mohammed al-Fayed handelt.

Al-Fayed mit Verschwörungstheorie bis vor Gericht

Letzterer war von Anfang an überzeugt, dass Dodi und Diana vom britischen Geheimdienst umgebracht worden seien. Wiederholt behauptete er, «dieses Verbrechen, dieser Mord ist von Prinz Philip, dem Gatten der Königin, und von Prinz Charles angeordnet worden» – und zog damit im Herbst 2007 sogar vor Gericht. Ohne Erfolg: Knapp sechs Monate später erklärte der leitende Richter der öffentlichen Untersuchung vor dem Obersten Gericht in London den Mord an der Prinzessin für ausgeschlossen, es gebe «keinerlei Beweise».

Ein Brief als Ausgangslage

Unter der Regie von Keith Allen soll nun ein 90-minütiger Film endlich die Wahrheit ans Licht bringen. Gestützt wird die präsentierte Mordkomplott-These unter anderem auf einen Brief, den Diana 1993 einer Freundin schrieb: «Mein Mann plant, mit meinem Wagen einen ‹Unfall› zu verursachen» – vier Jahre später ist sie tot. Kritisch zum Unfalltod äussern sich nebst al-Fayed auch Piers Morgan, ehemaliger Chefredakteur des britischen Tabloids «Daily Mirror» und Nachfolger der Talkshow-Legende Larry King, Autor Noel Botham («The Murder of Princess Diana») oder auch Universitäts-Professor und Direktor des Londoner Instituts für Globale Politik Stephen Haseler, der als Kritiker des Königshauses gilt.

«Not amused»

Das britische Königshaus, das durch die medial inszenierte Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton endlich wieder Sympathien im Volk gewonnen hat, zeigt sich ganz und gar nicht «amused» über den Dokumentarfilm, der übrigens auch die in England nie veröffentlichten Unfallfotos beinhaltet. Es gibt weder eine offizielle Stellungnahme seitens der Royals, noch wird der Film in britischen Kinos gezeigt werden. Ein Entscheid, der die Verschwörungstheorie von «Unlawful Killing» wiederum bestärken wird. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.05.2011, 11:19 Uhr

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Keith Allen: Der Schauspieler präsentiert am 13.5. in Cannes seinen umstrittenen Dokumentarfilm zum Tod von Prinzessin Diana «Unlawful Killing». (Bild: Reuters )

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